Ein E-Auto beim Laden an einer Stromtankstelle
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Eine Ladestation für Elektroautos will die Gemeinde Sachsenkam am Rathaus installieren lassen.

Gemeinde lässt die Statik des Rathausdachs untersuchen

Photovoltaik und Ladesäule: Sachsenkam überprüft Pläne

Um den Bau einer Photovoltaikanlage ging es jetzt in der Sitzung des Sachenkamer Gemeinderats. Auch mit Thema E-Mobilität setzte sich das Gremium auseinander.

Sachsenkam – Zurückgestellt aber nicht aufgehoben hat der Sachsenkamer Gemeinderat die Überlegungen, auf dem Dach des Rathauses eine Photovoltaik-Anlage (PV) zu errichten. Vor drei Jahren gab es Pläne, das Rathaus und Kindergarten mit Strom aus einer PV-Anlage zu versorgen. Danach wurde das Vorhaben auf Eis gelegt, was wohl teilweise auf den als vordringlich eingestuften Bau des Haus’ für Kinder zurückzuführen ist. Am Ende der Amtszeit lähmte dann der Lockdown der Corona-Pandemie die Aktivitäten.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde das Thema wieder aufgegriffen. Zunächst informierte Andreas Rieker vom Ingenieurbüro Weber in Bad Tölz über Finanzierungs- und Fördermodelle einer solchen Anlage.

Die Gemeinde will nun zunächst klären, ob die Statik des Rathauses für den Betrieb einer PV-Anlage ausreicht. Gleichzeitig will man ermitteln, ob nicht ein Aufbau auf dem Dach des Bauhofs sinnvoller wäre. Grundsätzlich soll auch die Möglichkeit untersucht werden, beide Dächer mit einer PV-Anlage nachzurüsten, wenn dadurch alle gemeindlichen Liegenschaften in diesem Bereich, also die Kindertagesstätten, das Rathaus und die Hackschnitzelheizung mit Strom versorgt werden könnten.

Weiterer Strombedarf ergibt sich, wenn sich die Gemeinde dazu entschließt, einen Beitrag zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur in Sachen E-Mobilität zu leisten. Über diese Möglichkeit informierte Klaus Hochwind von der 17er-Oberlandenergie, bei der die Gemeinde Sachsenkam Gesellschafter ist. Dabei stellte sich heraus, dass eine Ladestation wohl nur auf dem abseits von der Reutbergstraße gelegenen Parkplatz am Rathaus in Frage komme. Dafür den Behindertenparkplatz vor dem Haus für Kinder opfern, stand nicht zur Debatte.

Als „Zapfstelle“ würde sich dann eine sogenannte Wallbox also ein an der Rathauswand befestigtes Ladegerät anbieten. Der Anschaffungspreis beträgt etwa 1500 Euro, hieß es. Alternativ dazu wäre auch eine frei stehende Ladesäule mit Sockel und Rammschutz möglich. Kosten: etwa 5500 Euro mit zwei Anschlussmöglichkeiten. Ein Geschäft werde die Kommune mit einer Ladestelle freilich nicht machen können, könnte aber eigenen Strom beispielsweise, aus einer PV-Anlage verwenden. Den Nutzern werden nicht nur die möglichen Ladestationen angezeigt, sondern auch ob diese zum Zeitpunkt frei ist.

Interessierte können übrigens die Präsentation von Klaus Hochwind im Bürgerinformationssystem der Verwaltungsgemeinschaft unter der Sondergemeinderatssitzung Sachsenkam einsehen. Eine Entscheidung wurde vorerst nicht gefällt.  ps

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