Der Kirchsee in Sachsenkam
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Der Kirchsee in Sachsenkam ist ein beliebter Badesee. Der Andrang im Sommer war entsprechend groß. Leider haben die Badegäste auch einiges an Müll zurückgelassen, der nun am Samstag aufgesammelt wird.

Gemeinde Sachsenkam und Kreisjugendring

Aufräumen am Kirchsee: Kinder und Jugendliche treffen sich zum Ramadama

Viele Naherholer gab es in diesem Sommer an den Seen im Tölzer Land. Mitgenommen haben die Gäste schöne Erinnerungen, zurückgelassen haben sie Müll. Am Kirchsee in Sachsenkam wird nun aufgeräumt.

Bad Tölz – Der Andrang an vielen Seen und Flüssen in der Region war in diesem Sommer groß. Entsprechend viel Müll ist an manchen Stellen liegen geblieben – leider auch am Kirchsee in Sachsenkam. Aus diesem Grund ruft die Gemeinde am Samstag, 10. Oktober, ab 9 Uhr zu einem Ramadama auf. Zum Müllsammeln eingeladen sind Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren. Bürgermeister Andreas Rammler freut sich auf viele Teilnehmer und erklärt im Interview mit Tölzer-Kurier-Mitarbeiterin Anna Nagy den Hintergrund der Aktion.

Herr Rammler, warum ist gerade jetzt eine solche Veranstaltung wichtig und notwendig?

Andreas Rammler: Die Aktion geht eigentlich vom Kreisjugendring aus, der schon einige ähnliche Aktionen, beispielsweise an der Isar, organisiert hat. Der Kirchsee schien da passend. Die Saison geht zu Ende, und es ist tatsächlich viel Müll liegen geblieben, denn es nun zu beseitigen gilt.

Wie lief die Saison am Kirchsee denn? War der Ansturm groß?

Andreas Rammler: Es war viel los. Auslandsreisen waren ja einfach nicht möglich beziehungsweise mit einem höheren Risiko verbunden. Deshalb waren viele Besucher – sowohl Touristen als auch Einheimische – am Kirchsee und haben leider auch viel Müll zurückgelassen.

Glauben Sie, man könnte nächstes Jahr etwas ändern, damit weniger Müll zurückbleibt?

Andreas Rammler: Nein eigentlich nicht. Es sind bereits viele Mülleimer vor Ort, doch teilweise liegen die Hinterlassenschaften zwei Meter daneben. Ich denke, da fehlt es einfach an der Einstellung. Durch das Ramadama, das sich ja besonders an Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren richtet, wollen wir für das Problem sensibilisieren. Vielleicht sollte man Negativbeispiele auch mehr öffentlich machen.

Wie wird die Müllsammelaktion mit Blick auf Corona ablaufen?

Andreas Rammler: Die Teilnehmer werden in Gruppen aufgeteilt, die unterschiedliche Gebiete absuchen. Zudem muss man sich mit Namen und Telefonnummer in eine Liste eintragen, die für vier Wochen vom Kreisjugendring aufbewahrt wird. Zusätzlich gelten natürlich die allgemeinen Regeln, sprich Maske tragen und Abstand halten. Auch dürfen nur symptomfreie Kinder und Jugendliche an der Veranstaltung teilnehmen.

Kann man sich jetzt noch anmelden, wenn man Lust hat zu helfen?

Andreas Rammler: Anmelden sollen sich interessierte bei Heidi Lettner unter der Telefonnummer 0 80 21/5 07 98 35.

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