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Dem Frauen-Konvent im Kloster Reutberg droht die Auflösung. Er besteht nur mehr aus zwei Schwestern.

Kloster-Zukunft

Reutberg: Politik setzt aufs Gespräch

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Die breite Rückendeckung für den Erhalt des Klosters Reutberg, die eine Infoveranstaltung in Sachsenkam am Sonntagabend unter Beweis stellte, hat Eindruck gemacht. Die Zukunft des Konvents wird letztlich im Ordinariat und im Vatikan entschieden. Doch ist sie auch ein Thema für die Politik? Zumindest als Vermittler stehen die für die Region zuständigen Mandatsträger zur Verfügung.

Sachsenkam – Die breite Rückendeckung für den Erhalt des Klosters Reutberg, die eine Infoveranstaltung in Sachsenkam am Sonntagabend unter Beweis stellte, hat Eindruck gemacht. Die Zukunft des Konvents wird letztlich im Ordinariat und im Vatikan entschieden. Doch ist sie auch ein Thema für die Politik? Zumindest als Vermittler stehen die für die Region zuständigen Mandatsträger zur Verfügung.

Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan (CSU) ist das Thema Reutberg vertraut. Zum einen, weil er sich mit dafür einsetzte, dass für die Sanierung der Klosterkirche Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden – zum anderen, weil er beim Starkbieranstich im Reutberger Festzelt im März Zeuge war, wie Sachsenkams Bürgermeister Hans Schneil schwere Vorwürfe gegen das Ordinariat erhob. Damals bekam auch Ministerpräsident Markus Söder Schneils These zu hören, das Ordinariat verhindere Ansätze zur Rettung des Konvents, um nach dessen Auflösung selbst an den Klosterbesitz zu gelangen.

Auf Anfrage des Tölzer Kurier erklärt Radwan: „Klöster haben das Leben in der Region stark geprägt. Deswegen halte ich es für sehr wichtig, dass in Reutberg ein Zentrum des geistlichen und kirchlichen Lebens erhalten bleibt.“ Der Bundestagsabgeordnete wünscht sich daher von der Kirche ein klares Signal in dieser Richtung – und vor allem, dass Ordinariat, Gemeinde und die „Sachsenkamer Gruppe“ rasch zu einem konstruktiven Dialog zurückfinden. „Sollte das nicht gelingen, bin ich sicherlich bereit, diesbezüglich einzuschreiten“, versichert Radwan.

Auch der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber (CSU) betont die Prägung der Region durch ihre Klöster, wie Dietramszell, Benediktbeuern, Schlehdorf und das bereits aufgelöste Kloster Beuerberg. Auch Reutberg liege ihm am Herzen, die Zukunft des Konvents mache ihm „große Sorgen“. Bürgermeister Schneil und die Sachsenkamer Gruppe hätten schon vor einigen Wochen Kontakt zu ihm wie auch zu Landrats Josef Niedermaier (Freie Wähler) aufgenommen, berichtet der Heilbrunner. Das Ergebnis sei, dass Niedermaier beim Ordinariat um einen Gesprächstermin nachsuchen wollte. Dem Vernehmen nach soll diese Zusammenkunft bereits in der kommenden Woche stattfinden. Niedermaier selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, da er derzeit verreist ist. Bachhuber sagt: „Wenn es gewünscht wird und nützlich erscheint, bin ich natürlich bereit, an dem Gespräch teilzunehmen.“

Dabei ist dem Landtagsabgeordneten bewusst, dass der Erhalt des Klosters in einer Situation, in der nur noch zwei Schwestern dort leben, „ganz schwierig und eine große Herausforderung“ ist. Es sei ihm sehr wichtig, „dass Reutberg als kirchliches, christliches klösterliches Zentrum erhalten bleibt“. Er rufe nun alle Beteiligten auf, „sich wieder an einen Tisch zu setzen und sachlich miteinander zu reden“.

Bachhuber ist bekannt, dass die Sachsenkamer Gruppe auch schon einen Brief an den Ministerpräsidenten geschrieben hat.

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