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Höhepunkt des Abends: Der Auftritt von Lothar Ebbertz (li.) im Reutberger Bierzelt.

Generalversammlung

Reutberger schäumt in Berlin und Italien

Sachsenkam/Reutberg - Süffige Nachrichten für die Anteileigner bei der Generalversammlung auf dem Reutberg: Die Klosterbrauerei hat 2015 ihren Gesamtausstoß um 6,6 Prozent gesteigert.

Sachsenkam/Reutberg – Warum findet die Generalversammlung der Brauereigenossenschaft Reutberg alljährlich solch enormen Zulauf? Nicht nur, weil die eingeladenen Genossenschafts-Mitglieder gut bewirtet werden und sich von der engagierten Arbeit des Brauerei-Teams sowie der erfolgreichen Jahresbilanz überzeugen können. Höhepunkt des Abends war auch dieses Mal wieder der mit ironisch zugespitztem Witz und rhetorischem Schliff aufbereitete Vortrag von Brauerbund-Geschäftsführer Lothar Ebbertz.

Dessen launiger Auftritt bildete wie immer den Schlusspunkt der Versammlung. Zuvor kamen Zahlen und Fakten des Geschäftsjahres 2015 auf den Tisch. Und mit denen kann sich die einst knapp vor dem Aus stehende Brauerei durchaus sehen lassen. Wie Geschäftsführer Stephan Höpfl berichtete, ist der Ausstoß gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen: Beim Eigenbier um knapp 1530 Hektoliter (=7,8 Prozent) auf 21 160 Hektoliter, bei der Handelsware (das sind Fremdbier und alkoholfreie Getränke) um fast 400 Hektoliter auf 9740 Hektoliter. Der Gesamtausstoß erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 30 900 Hektoliter. Entsprechend konnte man bei den Umsatzerlösen aus dem Getränkeverkauf ein Plus von 230 000 Euro (= 6,7 Prozent) auf rund 3,7 Millionen Euro verzeichnen. Wesentliche Ursache für diese positive Entwicklung sei wohl der heiße Sommer gewesen, resümierte Höpfl. „Aber wir haben auch gute Qualität und eine wachsende Anhängerschaft für die verschiedenen Sorten unseres Klosterbiers.“ Investiert wurden laut Bericht unter anderem 35 000 Euro in einen neuen Wassertank und verschiedene Edelstahlleitungen, 73 000 Euro für neues Leergut wie Träger, Flaschen und Fässer, 25 000 Euro in Inventarien und Garnituren für die Gastronomie sowie 22 000 Euro in einen gebrauchten Lkw.

Und auch heuer gibt es reichlich zu tun, kündigte Genossenschafts-Vorsitzender August Maerz an: Momentan werde gerade der Weißbiergärkeller umgebaut. Geschätzte Kosten: 150 000 Euro. Für die kommenden Tage erwartet man die Lieferung einer automatischen Flaschenfüllanlage für kleine Sonderabfüllungen. „Im nächsten Winter brauchen wir außerdem einen neuen Lastwagen, da rechnen wir mit 70 000 Euro.“

Ebenfalls für den nächsten Winter sind der Umbau und die Erweiterung des Lagerkellers vorgesehen. „Der Bauplan ist genehmigt und ein Planungsbüro beauftragt.“ Kostenpunkt: 500 000 Euro. „Ihr müassts oiso beim Bierkonsum vollen Einsatz zoagn“, rief Maerz den gut 2000 Besuchern im Festzelt zu.

Dass man auch in Sachen Kundenwerbung erfolgreich unterwegs ist, darüber berichtete Verkaufsleiter Hans Krinner. So habe man eine Reihe von Getränke- sowie Netto- und Edekamärkte als Neukunden gewinnen können. Durch die Beteiligung an einem Stand auf der Grünen Woche in Berlin seien gute Kontakte entstanden. Und nicht zuletzt steht Reutberger Bier, dessen 0,33-Liter-Abfüllungen besonders beliebt sind, jetzt auch bei zwei Abnehmern in Italien auf der Liste. „Dieser Markt ist interessant und noch ausbaubar.“

Rosi Bauer

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