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Wie lässt sich effizient und ressourcenschonend heizen? Mit dieser Frage setzt sich die Gemeinde Sachsenkam intensiv auseinander.

Energiecoaching

Sachsenkam erwärmt sich für die Heizung von morgen

Das Energiecoaching in der Gemeinde Sachsenkam hat einiges in Gang gebracht.

Sachsenkam Wegen des beabsichtigten Baus eines Kindergartens mit drei Gruppen muss sich die Kommune Gedanken über die Energieversorgung der gemeindlichen Einrichtungen am Rathaus machen. Besonders die Beheizung von Rathaus, neuer Kinderkrippe (bisheriger Kindergarten und Krippe) und dem Kindergartenneubau im bisherigen Zufahrtsbereich zum Rathaus will sorgfältig und zukunftsweisend überlegt sein, so Bürgermeister Hans Schneil. Die Kapazität der vorhandenen Hackschnitzelheizung, mit der Kindergarten, Krippe und Rathaus bisher mit Wärme versorgt werden, ist jetzt schon auf Kante genäht. „Die ist dafür viel zu klein“, sagte Schneil in der Sondersitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend.

Umfassende Beratung verspricht sich die Gemeinde von der Unterstützung durch die Energiewende Oberland (EWO), die sich den vollständigen Ausstieg von der Nutzung fossiler Brennstoffe bis zum Jahr 2035 auf die Fahnen geschrieben hat. Sehr kompetent wirkte der Auftritt von Andreas Scharli. Der Energiemanager des EWO-Kompetenzzentrums hatte sich bereits vorab mit der Thematik befasst und zu allen Fragen eine Antwort bereit.

Unabhängig vom derzeit sehr niedrigen Ölpreis müsse man langfristig denken und perspektivisch handeln, sagte Scharli. Dies ziehe eine Stärkung der Wertschöpfung aus der Region nach sich und bedeute eine verbesserte Lebensqualität, so der Energiemanager. Die Gemeinde Sachsenkam will nicht nur die bereits genannten Gebäude mit Wärme versorgen, sondern falls dies sinnvoll erscheint, in einem Fernwärmenetz auch die Turnhalle, das Feuerwehrgerätehaus und unter Umständen auch die am Leitungsnetz liegenden, interessierten Haushalte und die Kirche einbeziehen.

Dies sei am besten durch eine Trasse entlang der Reutberg Straße und der Kirchstraße zu bewerkstelligen und habe auch eine höhere Wärmebelegungsdichte als bei einer direkten Anbindung über die nördliche Zufahrt zum Friedhof und von dort weiter über Privatgrund zur Turnhalle und die Weiterführung über die Kirchstraße. Berücksichtigt werden müsse aber, dass ein Teil der rechtsseitig stehenden Häuser zwischen Kirche und Turnhalle bereits über ein Wärmenetz verbunden sind. Beim alleinigen Anschluss der Turnhalle müsse erst die Haltung des Grundbesitzers erkundet werden.

Dies soll Bürgermeister Schneil übernehmen, während man seitens der EWO zu den Varianten eine Kostenschätzung ausarbeiten will. Die Versorgung mit Strom soll übrigens durch eine auf den Bedarf ausgerichtete Fotovoltaikanlage auf den Dächern des Rathauses und des Kindergartens erfolgen. In der Turnhalle will man Solarenergie für die Warmwasserversorgung nutzen.

Günter Platschek

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