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Sachsenkam: Friedrich Merz ist Reutberger Genosse

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Der Kirchsee und das Kloster Reutberg dienten dem neuen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz (li.) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder kürzlich als Kulisse für ein viel beachtetes Treffen. Es war Merz, der die Örtlichkeit wählte. Denn als Mitglied der Reutberger Genossenschaftsbrauerei kennt er sich hier bestens aus.
Der Kirchsee und das Kloster Reutberg dienten dem neuen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz (li.) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder kürzlich als Kulisse für ein viel beachtetes Treffen. Es war Merz, der die Örtlichkeit wählte. Denn als Mitglied der Reutberger Genossenschaftsbrauerei kennt er sich hier bestens aus. © dpa

Reutbergs Brauereichef August Maerz spricht im Kurier-Interview über den neuen CDU-Vorsitzenden und dessen Vorliebe für Bier und Brotzeit.

Sachsenkam – Das oberbayerische Idyll als Schauplatz politischer Inszenierung: Markus Söder (CSU) und Friedrich Merz (CDU) demonstrierten kürzlich mit einem Fototermin am Kirchsee die wiedergewonnene Einigkeit der Schwesterparteien. Die Bilder der Männer im Föhnsturm gingen durch alle Medien. Anders, als man vielleicht erwarten könnte, war es jedoch nicht etwa der bayerische Ministerpräsident, der die Örtlichkeit für das Treffen vorgeschlagen hatte, sondern der am Samstag neu gewählte CDU-Vorsitzende. Merz ist nämlich seit 2011 Mitglied der Genossenschaft der Klosterbrauerei Reutberg. Er besitzt Anteile in Höhe von 600 Euro, wie kürzlich der Süddeutschen Zeitung zu entnehmen war. Über den prominenten Genossen sprach der Tölzer Kurier mit dem Vorstandsvorsitzenden der Brauerei, August Maerz.

Herr Maerz, der neue CDU-Chef und langjährige Reutberg-Genosse Friedrich Merz äußerte jüngst, er schätze die Reutberg-Dividende in Form von Brotzeit und Bier. Ist Herr Merz aktives Mitglied und zeigt sich vor Ort?

Ja, er war schon öfter da. Er hat bereits bei einer Generalversammlung ein Grußwort gesprochen. Auch so habe ich ihn schon zwei-, dreimal gesehen und bin mit ihm ins Gespräch gekommen.

„Am Reutberg ist man näher am Volk“

Meinen Sie, die Mitgliedschaft am Reutberg zahlt sich auch politisch für Herrn Merz aus?

Am Reutberg ist man näher am Volk. Bei uns wird Deutsch geredet. Wir haben das unterwürfige Gen nicht so. Herr Merz hat selbst gesagt: „Am Reutberg hängen die Trauben hoch.“

Haben Sie Reaktionen auf den viel beachteten Auftritt von Friedrich Merz und Markus Söder am Kirchsee bekommen? Ist ein Werbeeffekt für die Klosterbrauerei Reutberg zu konstatieren?

Nein, wir haben keine Rückmeldungen bekommen. Ein Werbeeffekt für die Brauerei ist nicht direkt messbar.

Haben Sie weitere prominente Mitglieder in Ihren Reihen?

Ja, wir haben viele prominente Mitglieder, gerade aus dem politischen Bereich. Darunter befinden sich einige Landtagsabgeordnete, zahlreiche Bürgermeister der Region sowie diverse Landräte. Beispielsweise ist auch Ilse Aigner der Reutberger Genossin. Am Reutberg Mitglied zu sein, ist „in Mode“. Manche Interessenten warten bis zu drei Jahre, um Mitglied zu werden. Wir nehmen aber nicht unendlich viele auf, sonst müssten wir unsere Generalversammlung auf dem Oktoberfest machen. Nur wenn Mitglieder versterben oder wegziehen, werden neue aufgenommen.

Die Fragen stellte Andrea Denz.

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