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Räumen im Außenbereich: Dafür sprach sich der Sachsenkamer Gemeinderat jetzt in einer Einzelfall-Prüfung aus. 

Winterdienst

Sachsenkam macht den Weg zum Silo frei

Auf Antrag eines Landwirts hat der Sachsenkamer Gemeinderat darüber beraten, ob die Gemeinde auf dem Waakirchner Weg den Winterdienst übernehmen sollte. Das Gremium zeigte sich dafür offen - und setzte sich damit über die Empfehlung der Verwaltung hinweg.

Sachsenkam – Der Sachsenkamer Landwirt Leonhard Bacher hat bei den hochwinterlichen Verhältnissen große Probleme, seine für ihn wichtigen Siloanlagen und das Güllelager am Waakirchner Weg zu erreichen. Wie er der Gemeinde mitteilte, sei dies durch die starken Schneeverwehungen ohne entsprechendes Räumgerät unmöglich. Er beantragte deshalb bei der Gemeinde den Winterdienst auch auf dem Waakirchner Weg durchzuführen. Der Gemeinderat zeigte sich dafür – im Widerspruch zur Verwaltung – offen.

Die Gemeindeverwaltung hatte den Antragsteller wissen lassen, dass sie die Gemeindeverbindungsstraße als Straße von untergeordneter Bedeutung ansehe. Für sie bestehe keine Pflicht zur Durchführung des Räum- und Streudienstes, zumal durch den Weg kein Aussiedlerhof erschlossen werde. Diese Auffassung werde auch durch ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs München bestätigt.

Da jedoch im Einzelfall zu entscheiden ist, nahm die Verwaltung den Gemeinderat in die Pflicht, die Sachlage zu bewerten. Und der entschied in seiner jüngsten Sitzung anders, als die Verwaltung es vorgeschlagen hatte.

Nach einer angeregten Diskussion einigte man sich auf den Vorschlag von Franz Lettner. Der sieht vor, den Winterdienst auf der Raiffeisenstraße und bei den Aussiedlerhöfen über die Rauchenbergstraße zum Waakirchner Weg und zurück ins Dorf zu führen. Beim Tegernseer Weg, der ebenfalls im Außenbereich liegt, aber bislang ebenfalls geräumt wurde, wird der Räumdienst künftig bis zum Abschluss der Bebauung beschränkt. Da die bisherige Runde im Süden Sachsenkams auch gerne als Spazierweg genutzt wurde, will man jetzt auch an der neuen Route Hundeklos aufstellen.

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Bürgermeister Hans Schneil machte noch einige generelle Anmerkungen zu den schneereichen Tagen im Januar. „Es war nicht einfach, die Schneemassen zu bewältigen“, räumte er ein. Ausdrücklich lobte er den Einsatz von Josef Baumgartner, der im Schneechaos unermüdlich im Einsatz gewesen sei und später den Abtransport der Schneemassen koordiniert habe. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen, die beim Räumen und beim Abtransport mitgeholfen haben. Dazu zählen die Mitarbeiter des Straßenbauamts Würzburg, die mit großer Fräse die Fahrwege verbreiterten.

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Wenig Verständnis brachte Schneil für Grundbesitzer auf, die den Schnee aus dem eigenen Grundstück herausräumten und ihn auf öffentliche Flächen oder einfach gegenüber der eigenen Grundstücksausfahrt an den vorhandenen Schneewänden ablagerten. „Schnee muss auf dem eigenen Grundstück abgelagert werden.“

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Feuerwehrkommandant Josef Baumgartner erinnerte mit Nachdruck daran, dass die Hausbesitzer, bei denen sich in Grundstücksnähe ein Hydrant befindet, diesen freizuschaufeln und freihalten müssen. Dies sei nicht Aufgabe der Feuerwehr. Nicht auszudenken, wenn im Brandfall die Hydranten gesucht und freigeschaufelt werden müssten. 

Günter Platschek

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