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Unterm Eiffelturm stellte sich der Fanclub Samba Caramba Bavaria zum Gruppenbild auf – und feierte den Gruppensieg Deutschlands. 

Samba Caramba Bavaria

Sachsenkamer jubeln unterm Eiffelturm

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Sachsenkam – „Samba Caramba Bavaria“ ist zurück in Deutschland. Auf der Reise durch Frankreich erlebte der Fanclub gute Stimmung. Von Terrorangst gab es keine Spur.

Vor dem Gruppenspiel, in dem Deutschland gegen Nordirland antrat, marschierten Fans beider Mannschaften vom Eiffelturm zum Stadion. Mit dabei: Zwölf Fans aus Sachsenkam. Wie berichtet, reiste „Samba Caramba Bavaria“ mit einem Nightliner durch Frankreich. Sie legten 4500 Kilometer zurück und besuchten vier Spiele. Die anderen schauten sie mit anderen Fans am Campingplatz oder in Bars an.

„Der Fanmarsch war ein Höhepunkt“, sagt Andreas Rammler stellvertretend für die Reisegruppe. Die Nordiren seien „cool drauf gewesen“, hätten sogar mit deutschen Fans Trikots getauscht und sind damit ins Stadion. Die Sachsenkamer haben da allerdings nicht mitgemacht. „Wir waren da ja schon zwei Wochen unterwegs, der Tausch wäre sehr zu unserem Vorteil gewesen“, sagt Rammler und lacht. Inzwischen sind die zwölf Männer wieder in Deutschland. „Vor den Gruppenspielen, stand ja nicht fest, wo Deutschland spielt. Wir hätten so kurzfristig keine Tickets und Stellplätze für den 14-Meter-Bus organisieren können. Leider.“ Die nächsten Deutschlandspiele schaut der Fanclub aber trotzdem gemeinsam. „Ich habe daheim so ein Fußballstüberl eingerichtet.“ Dort wird der Fanclub die Frankreich-Stimmung immer wieder aufleben lassen.

„Die war total super“, sagt Rammler. Von den Streiks im Land habe er nichts mitbekommen, nicht einmal Benzinknappheit an der Tankstelle. Auch die Angst vor Terror habe sich nicht bemerkbar gemacht. „Die Fans sind nicht gleich nach den Spielen zurück ins Hotel, wir haben sogar mehr Nationen kennengelernt als bei der WM in Brasilien.“

Die Kritik an laschen Sicherheitsbestimmungen in Frankreich kann Rammler nur bedingt bestätigen. „Im Stadion in Marseille war die Kontrolle total lasch, das ist vielleicht die südfranzösische Mentalität. Aber in Paris, da wurde wirklich alles abgetastet.“

Ein paar begegneten der Gruppe allerdings zunächst zurückhaltend. „Mit unseren Jeans-Kutten haben sie uns für Hells Angels gehalten“, sagt Rammler. Die Westen mit Aufnähern sind bereits in Brasilien zu ihrem Markenzeichen geworden. Reibereien gab es unter den zwölf Mitgliedern übrigens nicht – obwohl der Altersunterschied groß war. „Wir sind zwischen 19 und 60 Jahre alt.“ Es spricht also nichts dagegen, das gemeinsame Konto weiterhin zu besparen. „Die WM in Russland ist sehr reizvoll, das ist unser nächstes großes Ziel.“  

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