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Starker Auftritt in Verona: Thea Heim (Mitte) und Ricarda Gerlach mit Betreuer Günther Eibl. 

Leichtathletik

In Top-Form

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Thea Heim lässt in Verona einige Favoriten hinter sich, verbessert ihre 21-km-Bestzeit und wird Dritte

Verona – Es war ihr vielleicht bestes Rennen überhaupt: Beim „Romeo und Guilietta Halbmarathon“ in Verona beeindruckte Thea Heim mit ihrer Zeit von 1:14:38 Stunden – Bestleistung auf der Halbmarathon-Distanz für die Läuferin aus Sachsenkam. Und sie lief ein taktisch starkes Rennen, überraschte mit Platz drei hinter Marathon-Vizeweltmeisterin Valeria Straneo (Italien) und Laila Soufyane (Marokko). Heim ließ dabei unter anderem Favoriten wie Linah Cheruto (Kenia, Bestzeit 1:10:23 h) oder Sonia Conceio Lopes (Portugal) hinter sich. Teamkollegin Ricarda Gerlach verbesserte ihre Bestzeit in Verona um vier Minuten und wurde in 1:22:45 Stunden Siebte.

Die Zeiten der beiden sind umso höher zu bewerten, da der Kurs in Verona zwar schön, aber mit viel Kopfsteinpflaster, Anstiegen und Kurven nicht besonders schnell ist. Das Rennen in der norditalienischen Stadt mit malerischer Kulisse ist einer der international renommiertesten Halbmarathons mit mehr als 8000 Teilnehmern, zählt als „Gold Label Race“ in Italien. Das bedeutet, dass in Verona die absolute Weltelite am Start stand. „Heuer möchte ich mehr Rennen auf diesem Level bestreiten, um mich zu verbessern“, stellt Heim klar.

Mit der achtbesten Meldezeit ging die Sachsenkamerin auf die 21,095 Kilometer durch die Innenstadt, für die sie allerdings kaum einen Blick hatte. Es ging rasant los. Die afrikanischen Athletinnen und die spätere Siegerin Straneo machten gehörig Druck. „Wir wollten die ersten Kilometer nicht zu schnell laufen, aber der Kurs war sehr hügelig, sodass man sich an den Kilometerzeiten nicht so gut orientieren konnte“, sagt Coach und Tempomacher Norman Feiler.

Allerdings wurde ihm schnell klar, dass Heim bestens in Form war. „Sie fand gleich einen guten Rhythmus und machte viel Druck.“ Nach zehn Kilometern lag sie auf Platz sechs und erhöhte ihr Tempo weiter. „Ich fühlte mich super“, sagt sie selbst. Sie überholte zunächst Allison Hall (USA) und dann die Portugiesin Sonia Conceio Lopes. Fünf Kilometer vor dem Ziel schob sie sich an Linah Cheruto (Kenia) vorbei auf Platz drei. „Das hat mich unglaublich beflügelt, obwohl die Anstiege vor dem Ziel noch einmal hart waren.“ Jubelnd überquerte sie als Dritte die Ziellinie an der antiken „Arena di Verona“ und pulverisierte ihre alte Bestleistung um 45 Sekunden.

„Die beste Leistung ihrer Karriere“, freut sich Coach Feiler. „Besser hätte es nicht laufen können.“ Heim schwärmte zudem von der tollen Kulisse: „So viele Zuschauer, diese atemberaubende Stadt mit ihren Gassen und antiken Bauwerken. Einfach ein toller Lauf.“

Doch für sie steht ab sofort das Ziel Marathon im Vordergrund. „Ich bin in Top-Form. Ich merke, wie gut ich mich fühle. Ich freue mich unglaublich auf meinen ersten Marathon.“ Wo sie ihr Marathon-Debüt gibt, entscheidet sich in den kommenden Tagen. 

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