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Prost Reutberg: Bei der Generalversammlung der Klosterbrauerei floss das Bier in Strömen.
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Prost Reutberg: Bei der Generalversammlung der Klosterbrauerei floss das Bier in Strömen.

Generalversammlung der Genossenschaftsbrauerei 

Die Welt trinkt Reutberger Bier

So viele Brauereibesitzer sieht man selten auf einem Fleck. Über 1600 der gut 5000 Mitglieder der Klosterbrauerei Reutberg füllten am Mittwoch das Festzelt. Jeder einzelne ist mit seinem Geschäftsanteil gewissermaßen auch Eigner des Erfolgsunternehmens.

Sachsenkam Wie kommt es, dass bei der Generalversammlung der Brauereigenossenschaft Reutberg alle Jahre wieder großer Andrang herrscht? Da gibt es wohl mehrere Gründe: Einmal die schmackhafte und vergleichsweise von keiner Bank wertmäßig überbotene Dividende in Form von wahlweise Schweinsbraten, Schnitzel oder Hendl sowie zwei Mass Bier. Dann die markigen Sprüche, die die trockenen Jahresberichte unterhaltsam aufpeppen. Und vor allem die bei jeder Versammlung mit Spannung erwartete Rede von Brauerbund-Geschäftsführer Lothar Ebbertz, der im voll besetzten Festzelt wieder gewohnt brillant und spritzig über Bier, Politik und sonstige Lebensnotwendigkeiten philosophierte.

Neben diesen Unterhaltungsfaktoren ist aber auch die betriebliche Bilanz der Klosterbrauerei, die im ersten Teil des Abends abgehandelt wurde, durchaus hörenswert. Geschäftsführer Stephan Höpfl berichtete von einer sehr erfreulichen Entwicklung des Ausstoßes in den ersten acht Monaten des Jahres 2017. Ab September habe man das schlechte Wetter und dann den frühen Wintereinbruch zu spüren bekommen. Dennoch wurde ein Eigenbier-Ausstoß von 21 700 Hektoliter erreicht. Einschließlich der Handelsprodukte kamen 31 400 Hektoliter zum Verkauf.

Freude gab es über das erstmalige Durchbrechen der Vier-Millionen-Marke beim Umsatzerlös. „Genau beziffert waren es 4 117 584 Euro, also knapp 120 000 Euro mehr als im Vorjahr.“ Der Jahresüberschuss betrug 155 203 Euro.

Dass die Einnahmen nicht untätig in der Schublade liegen, das verdeutlichte die Auflistung der Investitionen. So hatte unter anderem die Erweiterung des untergärigen Lagerkellers um sieben neue Tanks mit Verrohrung und Kühlung 350 000 Euro verschlungen, eine neue Edelstahlauskleidung und eine Kühlungssteuerung im Gärkeller 30 000 Euro, neues Leergut 85 000 Euro, und die Anschaffung von zwei gebrauchten Lastwagen weitere 65 000 Euro.

Das ist aber längst noch nicht alles. Denn, so berichtete Vorstandsvorsitzender August Maerz, habe die Genossenschaft heuer neben dem bereits vor einigen Jahren erworbenen Grundstück im Sachsenkamer Gewerbegebiet ein weiteres 2000 Quadratmeter großes Grundstück dazugekauft. Kosten: 300 000 Euro ohne Nebenkosten. Und überdies steigt die Brauerei mit 500 000 Euro in die Eigentümer-GmbH beim Reichersbeurer Altwirt mit ein. „Diese Wirtschaft liegt in unserem Kerngebiet, das ist für uns alternativlos“, begründete Maerz diesen Schritt. Notwendig seien zudem weitere Sanierungen in der Brauerei – „der Bau unserer Lagerhalle im Gewerbegebiet wird noch warten müssen.“ Seit mehr als zehn Jahren habe man alle Investitionen mit Eigenkapital bestritten. Nun sei zu überlegen, ob für künftig anstehende Vorhaben ein Kredit aufgenommen werden soll.

Der Erfolg der Brauerei sei nicht selbstverständlich: „Überall schießen neue Brauereien aus dem Boden, die Konkurrenz wird immer größer.“ Da sei es auf alle Fälle erfreulich, dass wieder eine Reihe neuer Abnehmer dazugekommen sei, von denen Außendienstleiter Hans Krinner einige aufzählte. Wirkung zeige da unter anderem auch die Präsentation der Brauerei bei der Grünen Woche in Berlin. Das „Fasslbiergschäft“ mit Italien sei auf einem guten Weg, darüber hinaus gebe es eine Zusage aus Shanghai.

Bei den genossenschaftlichen Neuwahlen wurde schließlich Franz Reiter aus Schaftlach in den Aufsichtsrat gewählt. Er füllt damit die Lücke, die durch den Tod von Josef Heckelsmüller entstanden war. Rosi Bauer

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