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Zurück im heimischen Stall: Das Kalb hat den Einbruch in einen vereisten Tümpel gut überstanden.

Ins Eis eingebrochen

Ausgebüxtes Kälbchen hält Feuerwehr auf Trab

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Dem Kälbchen, das am Samstag in Schlehdorf auf Wanderschaft war, geht es trotz aller Aufregung gut. Nach einem Bad im Kochelsee war es in einen vereisten Tümpel eingebrochen. 

Schlehdorf – Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr Schlehdorf: Ein drei Monate altes Kalb ist am Samstagmittag nach einer längeren Verfolgungsjagd in der Nähe des Kieswerks in einen vereisten Tümpel eingebrochen und musste befreit werden.

Das Tier war bereits am Morgen von seinem heimischen Bauernhof im Ortsteil Unterau ausgebüxt und dann den ganzen Vormittag lang an der Loisach entlang geirrt. Etwa zehn bis 15 Helfer aus dem Dorf machten sich auf die Suche nach der jungen Dame, die noch keinen Namen hat, wie ihr Besitzer verrät, der seinen Namen wiederum nicht in der Zeitung lesen möchte.

Am alten Fußballplatz wurden der Suchtrupp fündig: „Das Kalb wollte Richtung Staatsstraße laufen“, erzählt der Landwirt. Das wollten die Dorfbewohner natürlich verhindern. Dass das Tier dann aber „mit einem Satz“ in den Kochelsee springen würde, war so allerdings auch nicht geplant. 

Kalb erweist sich als begnadeter Schwimmer

Glücklicherweise erwies sich das Kälbchen als begnadeter Schwimmer: „Wir waren überrascht, wie schnell und ausdauernd es war“, sagt der Besitzer des Tieres und lacht. Da das Kleine zunächst keine Anstalten machte, sein Bad zu beenden, verständige der Landwirt die Kochler Feuerwehr, die laut Kommandant Hubert Resenberger mit sieben Mann und dem Mehrzweckboot anrückte.

Gebraucht wurde das Boot nicht: Das Kalb verließ nach etwa 15 Minuten von selbst den See und rannte quer über den Fußballplatz in Richtung Kieswerk. Am „Altwasser“ gibt es einen kleinen Tümpel, der mit einer leichten Eisschicht bedeckt war. „Etwa eineinhalb bis zwei Meter vom Ufer entfernt ist es eingebrochen“, sagt Christian Offner, Kommandant der Schlehdorfer Feuerwehr, die gegen 12.20 Uhr alarmiert wurde. 

Die zehn Einsatzkräfte legten zwei Leitern auf das Eis und näherten sich vorsichtig dem Tier, um ihm ein Halfter anzulegen. „Das ging relativ problemlos“, erzählt Offner. Denn das Tier steckte fest und war vielleicht auch ganz froh, als es an einem Seil aus dem kalten Wasser gezogen werden konnte. 

Passiert ist dem Kälbchen bei seinem abenteuerlichen Ausflug nichts: „Es geht ihm super“, sagt der Landwirt, der sich bei dieser Gelegenheit bei allen Helfern und Einsatzkräften herzlich bedanken möchte.

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