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Markanter Bau am Kochelseeufer: Das Kloster Schlehdorf wird zum Verkauf angeboten. Davon ausgenommen ist die Kirche St. Tertulin. Erste Interessenten haben sich den historischen Komplex bereits angeschaut.

„Besondere Immobilie“  wird im Internet angeboten

Kloster Schlehdorf zu verkaufen

Für 3,9 Millionen Euro steht das Kloster Schlehdorf seit einiger Zeit zum Verkauf. Erste Interessenten gibt es bereits.

Schlehdorf– 80 Zimmer, über 16 000 Quadratmeter Grundstücks- und mehr als 9500 Quadratmeter Wohnfläche: Wer das Kloster der Missions-Dominikanerinnen kauft, wird gewiss nicht mehr unter Platzmangel leiden. Wie Ralf Ohlbrück von „Pro Secur“ auf Nachfrage des Tölzer Kurier sagt, hat es auch schon erste Besichtigungen gegeben. Die „Pro Secur Vermögensberatung und -verwaltung GmbH“ mit Sitz in Köln versucht bereits seit Längerem im Auftrag der Missions-Dominikanerinnen das Kloster zu verkaufen und hat die „besondere Immobilie“ Anfang Dezember bei Immobilienscout 24 eingestellt.

„Das wird auch noch einige Zeit so bleiben“, so Ohlbrück. Denn da der Auszug der Missions-Dominikanerinnen in ihr neues Zuhause erst für April 2018 geplant ist, das Kloster also erst ab diesem Zeitpunkt frei wird, habe man noch genug Zeit, einen geeigneten Käufer zu finden. Dennoch sei man bereits „mit einigen Interessenten in Gesprächen“, so Ohlbrück. Näheres zu diesen Interessenten und ihren Plänen mit dem Komplex wolle er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen. Nur so viel: Einige dieser Interessenten hätten bereit ihre Pläne mit dem Kloster dargelegt. Andere müssten das noch tun. Denn oberstes Ziel sei es, „dass hier eine verträgliche Nutzung hinein kommt“.

Anfang März stünde deshalb auch ein Gespräch mit Bürgermeister Stefan Jocher an, in dem ihm die Interessenten vorgestellt werden sollen, „und um mit ihm die nächsten Schritte abzustimmen“. Über den Kopf der Gemeinde hinweg soll das Kloster nämlich nicht verkauft werden. Deshalb habe man sich auch gegenseitig eine Informationspflicht auferlegt, so Ohlbrück. Denn das Kloster sei einfach die „größte Immobilie im Ort“. „Schlehdorf ist das Kloster“, betont Ohlbrück. Vorschreiben, an wen die Missions-Dominikanerinnen ihr Kloster verkaufen, könne die Kommune den Ordensfrauen aber natürlich nicht. „Die letzte Entscheidung treffen die Schwestern.“

Einen konkreten Wunschkäufer hat die Gemeinde aber auch gar nicht, sagt Bürgermeister Jocher. Ihm schwebt derzeit ganz allgemein „eine soziale Einrichtung oder eine Bildungseinrichtung“ als Käufer vor. Einfach deshalb, damit die künftige Nutzung mit der bestehenden Realschule harmoniert.

Übrigens: Auch ein Umzug des nun abgerissenen Seniorenwohn- und Pflegeheims ins Kloster habe man vor den Neubauplänen genau geprüft. Dabei habe sich aber herausgestellt, dass der Betrieb eines Altenheims im Kloster „hinsichtlich der Kosten zu unsicher“ sei, so Jocher. Auch die Innere Mission als neuer Pächter des Seniorenheims habe Zweifel geäußert. Unter anderem wegen der langen Wege, die die Pflegekräfte in dem weitläufigen Klosterinneren hätten zurücklegen müssen. (Franziska Seliger)

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