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Das Kloster Schlehdorf soll an Mitglieder der Baugenossenschaft Wogeno vermietet werden. Falls diese Zwischennutzung erfolgreich verläuft, will die Münchner Baugenossenschaft die Immobile kaufen.

Schlehdorfer Gemeinderat

Ja zu Probebetrieb für neue Klosternutzung

Wie sieht die Zukunft des Schlehdorfer Klosters aus? Die Wogeno München hat konkrete Pläne. 

Schlehdorf Die Münchner Baugenossenschaft Wogeno will das Kloster Schlehdorf kaufen und dort langfristig im ehemaligen Schwesterntrakt mit Bildungsbereich ein Wohnprojekt mit Gästehaus und Seminarbetrieb aufbauen. Ein wichtiges Standbein soll das Tagungsgeschäft werden.

In der jüngsten Sitzung des Schlehdorfer Gemeinderats ging es nun um eine Übergangsphase, in der das Gebäude nach dem Auszug der Missionsdominikanerinnen zwar kein Kloster mehr, aber auch noch nichts anderes ist.

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Das Konzept für die Zwischennutzung – man könnte sie auch Probebetrieb nennen – sieht im ersten und zweiten Stock unter anderem kleine Appartements vor, die an Mitglieder der Genossenschaft vermietet werden sollen, erläuterte Bürgermeister Stefan Jocher. Außerdem geplant sei ein sogenanntes Studiowohnen: Diese Räume sind für Freiberufler oder Künstler gedacht, die sie wochen-, monats- oder halbjahresweise mieten, um hier zu leben und zu arbeiten. Dazu kommen Seminar- und Gemeinschaftsräume. Im Dachgeschoss sollen Gästezimmer für die touristische Nutzung entstehen.

„Das ist ein gutes Konzept“, sagte Werner Mest. Er glaubt, Schlehdorf könne für größere Firmen als Seminarort durchaus interessant sein. „Das Konzept ist schlüssig“, befand auch Jocher. Der geplante Einzugsbereich für die Menschen, die künftig im Kloster leben und arbeiten oder ein Seminar besuchen, sei der Großraum München.

Einstimmig befürworteten die Räte das vorläufige Nutzungskonzept. Und auch das Landratsamt hat sich laut Jocher bei einem Treffen aller Beteiligten dieser Tage positiv geäußert und den Plänen für die Zwischennutzung keine Steine in den Weg gelegt.

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Da rechtlich aber eigentlich eine Nutzungsänderung – von einer klösterlichen in eine touristische/teilgewerbliche Nutzung – notwendig sei, habe die Behörde die Wogeno gedrängt, möglichst zügig einen Bauantrag einzureichen. Anfang 2019, so schätzt der Bürgermeister, werde der vorliegen. Bis maximal Mitte nächsten Jahres soll laut Jocher die Zwischennutzung dauern. Bis dahin muss sich herausgestellt haben, ob das Konzept der Wogeno aufgeht und wirtschaftlich tragfähig ist. Nur dann kommt für die Wogeno der Kauf in Frage. (Franziska Seliger)

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