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Jubeln über den Sieg: Das Team „Vögelfreunde – Herz ist Trumpf“ (Silvana Führler, Patricia Danner, Anna-Lena Strobl und Nicole Pfister) vor den Zweitplatzierten aus Steinbach und den Drittplatzierten aus Thüringen. 

Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen

Mit kaputten Bremsen zum Sieg

Schlehdorf/Garmisch-Partenkirchen – Nervenkitzel pur war für das Damenteam des Wintersportvereins Schlehdorf (WSV) das Hornschlittenrennen in Partenkirchen. In knapp 1:52 Minuten bretterten sie von der Partnachalm hinab direkt auf den ersten Platz – und das mit defekten Bremsen.

Mit diesem Sieg hatten die vier Schlehdorferinnen Silvana Führler (19), Patricia Danner (27), Anna-Lena Strobl (20) und Nicole Pfister (24) nicht gerechnet. Sie haben das Kunststück vollbracht, zum dritten Mal in Folge die Damen-Wertung des traditionellen Hornschlittenrennens zu gewinnen.

„Gehofft haben wir es natürlich schon. Aber die Konkurrenz am Start war recht groß“, sagt Anna-Lena Strobl und nennt als Beispiel die Damenmannschaft des Wintersportvereins Trusetal. Doch sowohl die „Flinken Schneehasen“ aus Thüringen als auch die anderen weiblichen Schlittenteams hatten gegen die „Vögelfreunden – Herz ist Trumpf“ keine Chance.

„Die Strecke war sehr gut. Die Piste war super hergerichtet, und die Bedingungen für alle Starter nahezu gerecht“, lobt Strobl den Veranstalter, den Hornschlittenverein Partenkirchen. Da es kurz vor dem Rennen am Dreikönigstag noch geschneit hatte, konnten die antretenden vier Damen- und 66 Herrenteams sogar noch auf der Strecke trainieren.

Ein Vorbereitungslauf, der für die Damen des WSV Schlehdorf aber nicht gut lief. „Bei dem Training einen Tag vor dem Rennen ist uns eine unserer Tatzen kaputt gegangen“, sagt Strobl. Tatzen werden am Hornschlitten die Bremsen genannt, mit denen die Fahrer auch ein bisschen lenken können. Das Team musste die Vorbereitung abbrechen und das defekte Teil reparieren. „Das war dann schon ein ungutes Gefühl, ohne Trainingslauf an den Start zu gehen“, sagt Strobl, die als Verwaltungsfachangestellte im Tölzer Landratsamt arbeitet.

Am Tag des Rennens lief es zunächst gut für die Schlehdorferinnen. „Das erste Stück war super“, so Strobl. Doch schon in der ersten Kurve sei erneut eine Tatze ausgefallen. „Aber wir sind einfach weiter gefahren.“ Allerdings nur noch mit halber Bremskraft. Doch es kam noch schlimmer: „Kurz vor dem Ziel ist dann auch noch unsere zweite Tatze kaputt gegangen. Jetzt konnten wir gar nicht mehr bremsen.“ Diese fehlende Bremsmöglichkeit erklärt vielleicht den großen zeitlichen Abstand zu den meisten anderen Damenmannschaften, die alle mehr als zwei Minuten für die 855 Meter lange Abfahrt benötigten.

Über ihren Sieg haben sich die vier Schlehdorferinnen natürlich „total gefreut“. Alle sind schon seit 2015 bei den Hornschlittenfahrern des WSV aktiv. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man unten ankommt. Dann möchte man am liebsten noch mal fahren“, beschreibt Strobl den Reiz.

Ob sie im Februar beim Rennen in Thüringen antreten, wissen die Schlehdorfer Siegerinnen noch nicht. Und auch, ob sie 2018 wieder in Partenkirchen starten werden, lassen sie noch offen. „Das entscheiden wir immer recht spontan.“ Jetzt müssen auf jeden Fall erst einmal die beiden Tatzen gerichtet werden. Und dabei helfen den Schlehdorferinnen ihre Väter. 

Franziska Seliger

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