Diese Hütte am Heimgarten erregt gerade die Aufmerksamkeit in Schlehdorf. archiv

"Neubau" am Heimgarten

Hütte ist eine „Schlafkanzel“

Schlehdorf – Was hat es mit der kleinen Hütte auf sich, die vor Kurzem am Heimgarten errichtet wurde? Ist sie ein Jägerstand oder ein Schwarzbau?

Unsere Zeitung hatte vergangenes Wochenende erstmals über den Fall berichtet, der derzeit in Schlehdorf für reichlich Gesprächsstoff sorgt.

Mittlerweile ist ein bisschen Licht in die Angelegenheit gekommen. „Ein Baukontrolleur des Landratsamtes war oben“, sagt Schlehdorfs Bürgermeister Stefan Jocher auf Nachfrage unserer Zeitung. Und man wisse auch, wer die teilweise mit Daxen getarnte Hütte errichtet habe. „Gebaut hat sie der Jagdpächter eines der beiden Schlehdorfer Reviere“, hat Jocher herausgefunden. Bei dem Bau handle es sich um eine so genannte „Schlafkanzel“. Das sei eine geschlossene Hütte, wo der Jäger übernachten und das Wild beobachten könne. Von der Kanzel könne man auch auf das Wild schießen. Weil Jägerstände grundsätzlich ohne Genehmigung gebaut werden dürfen, vermutet Jocher, dass der Jagdpächter, der in Dachau lebt, die ebenerdige Schlafkanzel in der Annahme gebaut hat, sie sei ebenso genehmigungsfrei wie ein Hochstand.

Ob das aber tatsächlich der Fall ist, wird laut Jocher nun das Landratsamt prüfen. Bis dahin bleibe die Hütte am Heimgarten stehen. (fn)

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