+
Zuversichtlich: Schulleiter Manfred Ilitz.

St. Immaculata Schlehdorf

Realschule rührt die Werbetrommel

  • schließen

Schlehdorf - In der Realschule Schlehdorf hat ein entscheidender Abschnitt begonnen. Für das kommende Schuljahr müssen sich mindestens 50 Kinder einschreiben, damit die Zukunft des Hauses gesichert ist.

Mit Anzeigen wirbt die Erzbischöfliche Realschule St. Immaculata für eine Reihe von Terminen, angefangen vom Infoabend am 22. Februar über den Tag der offenen Tür am 27. Februar, bis hin zu den Schnuppertagen Anfang März und der eigentlichen Einschreibung Anfang Mai. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir weiterbestehen“, sagt Manfred Ilitz auf Nachfrage. Der Rektor ist überzeugt: „Wir leisten gute Arbeit, und damit können wir sowohl die Schüler als auch die Eltern überzeugen.“ Schlehdorf stehe allen Mädchen und – seit zwei Jahren – auch Buben offen, so Ilitz.

Die Schule liege im „Dreiländereck“, wo die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau zusammenstoßen. „Früher mussten wir aus Platzgründen manchmal Kinder aus Penzberg ablehnen.“ Das sei nicht mehr der Fall. Mit den Anzeigen wolle man sich in allen drei Kreisen Gehör verschaffen.

Im vergangenen Schuljahr haben sich nur 47 Kinder in Schlehdorf eingeschrieben. 50 hätten es sein sollen, so die Vorgabe des Erzbischöflichen Ordinariats als Schulträger. Sollten die 50 auch heuer unterboten werden, droht – wie mehrfach berichtet – die Schließung der Schule.

Bislang war Schlehdorf auf keine Reklame angewiesen. „Diese Schule spricht für sich“, sagt die Elterbeiratsvorsitzende Heidi Hofmann. Sie unterstützt in Absprache mit der Schule die derzeitige Werbung. Diese Zusammenarbeit sei „enorm wichtig“, auch wenn bis zur Einschreibung Anfang Mai noch drei Monate Zeit sei. „Wir müssen jetzt nicht in Aktionismus verfallen.“ Hofmann ist überzeugt: „Beim Infoabend und am Tag der offenen Tür – da gewinnt man die Menschen.“

Bei einem Gespräch mit Vertretern des Ordinariats will der Elternbeirat in rund einem Monat die Prognosen für die nächsten Jahre besprechen. Die Terminbestätigung stehe zwar noch aus, sei aber lediglich eine Frage der Zeit. Wir sind – wie vereinbart – laufend mit dem Ordinariat in Kontakt“, sagt Hofmann.

Schwester Josefa Thusbaß will als Vorsitzende des Schlehdorfer Freundeskreises die Werbung der Schule unterstützen. „Da wird zwar niemand aktiv angeworben, aber bei den Ehemaligen-Treffen sprechen wir das Thema selbstverständlich an“, sagt die Ordensfrau, die von 1989 bis 2010 selbst Schulleiterin in Schlehdorf war. Wichtig ist ihrer Ansicht nach, ob die Eltern Vertrauen zum Ordinariat haben, dass die derzeitigen Zusagen über den Fortbestand der Schule eingehalten werden. Schwester Thusbaß hat die Neuausrichtung in Schlehdorf aufmerksam verfolgt. Die Öffnung für Buben habe der Schule gut getan, „auch wenn das Klima etwas lebendiger geworden ist“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Leserfoto des Tages: Bunt ist‘s geworden am Kirchsee
Leserfoto des Tages: Bunt ist‘s geworden am Kirchsee
Termine des Tages: Das wird wichtig am Donnerstag
Termine des Tages: Das wird wichtig am Donnerstag
Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
Termine des Tages: Das steht an am Donnerstag
Tölzer Geburtshilfe: Was wäre, wenn?
Hopp oder topp: Am Freitag, 24. März, entscheidet der Kreistag, ob er sich finanziell an der Geburtshilfeabteilung der Tölzer Asklepios-Klinik beteiligen will. Was …
Tölzer Geburtshilfe: Was wäre, wenn?

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare