Realschule Schlehdorf

Ein Wandspruch als Motto für die Zukunft

Aus Mädchen wurden junge Frauen oder, wie es die Schülerinnen formulierten, aus unbedeutenden Niemanden wurden Superhelden: Von dieser Verwandlung handelte die Abschlussfeier der Schlehdorfer Realschule. 

Schlehdorf – Die erste Rede unter dem von den Schülerinnen ausgesuchten Motto „from zero to hero“ (von Nullen zu Helden) hielt Schulleiter Manfred Ilitz. Der für die Mädchen „absolute Super-Held“ betonte, wer die wahren Helden sind – nämlich die Schülerinnen selbst. „Ihr habt etwas Außergewöhnliches erreicht.“

Intensiv habe er in den vergangenen Tagen darüber nachgedacht, wie ein erfolgreiches, glückliches Leben gelingt und welchen Rat er diesbezüglich den Mädchen mit ins Leben geben könnte. Die Antwort habe er nicht bei den großen Philosophen gefunden, sondern auf den Wandsprüchen im Klassenzimmer der Zehntklässlerinnen. „Lebe. Liebe. Lache“, habe da gestanden. Oder: „Bleibe Du selbst!“ Oder: Genieße jeden Moment!“ Eindringlich gab Ilitz diese Weisheiten nun an seine Absolventinnen zurück und appellierte an sie: „Wendet alles, was Ihr hier gelernt habt, für Eure Mitmenschen an.“ Niemals sollten sie aufgeben, bat er die Mädchen, die der letzte rein weibliche Jahrgang der Schule waren. „Die Kraft dazu steckt in Euch. Denkt immer daran.“ Dass jede der Schülerinnen ihren ganz eigenen Weg gehen wird, davon schien Ilitz fest überzeugt, denn: „Ihr seid’s unsere Helden.“

Vielen der Angesprochenen fiel der Abschied sichtlich nicht leicht. Das zeigten die emotionalen musikalischen Einlagen ebenso wie die Rede der drei Schülersprecherinnen Kathi, Sarah und Sophie. „Es gab so viele schöne Augenblicke in unserer Schulzeit die uns verbinden“, bilanzierten sie. „Fest zusammengeschweißt“ haben die jungen Frauen die gemeinsamen Schuljahre. Sie bedankten sich bei Lehrern, Eltern und ihrem „Schulpapa“ Manfred Ilitz „für die wunderschöne Zeit“ und gaben ihren Mitschülern noch einen Rat mit auf den Weg hinaus ins Leben: „Verliert nie Euren Mut und Eure Neugier und tragt immer ein Lächeln im Herzen – auch in schwierigen Zeiten.“

Was Maria Bocksberger geschafft hat, war für Schulleiter Manfred Ilitz „schon eine Seltenheit“. Die 16-Jährige aus Obersöchering (Kreis Weilheim-Schongau) hat in allen Fächern eine Note Eins und damit die Abschlussnote 1,0 erreicht. Damit gerechnet habe sie nicht, sagt sie.

Auch wenn sie schon immer recht gut in der Schule gewesen sei. Ihr Lerntipp: „Wichtig ist, dass man Pausen macht. Sonst wird das Gehirn überflutet.“ Maria Bocksbergers Ziel: Sie will im Herbst eine Ausbildung zur Steuerfachangestellte beginnen.
(Franziska Seliger)

Die Absolventinnen:

Klasse 10a: Funda Ayvaz, Sarah Benedikt, Maria Bocksberger, Sophia Bott, Evi Brenner, Illiariy Columba-Griebenow, Marilena Engelhardt, Christiane Erhard, Maria Geiger, Regina Göbl, Sarah Herrmann, Veronika Jais, Maria Keller, Nicole Lederer, Sophia Meindl, Simona Priller, Julia Reßl, Antonia Richter, Magdalena Soyer, Isabell Sperer, Michaela Uebelacker, Franziska Wagner, Leja Weißenbacher, Iris Wilbertz, Hannah Wild, Judith Will, Karoline Witting, Michaela Zerle.Klassenleitung: Florian Burger.

Klasse 10b: Franziska Bader, Franziska Beck, Pauline Beck, Veronika Clement, Veronique Daxl, Kiara Döbereiner, Elisabeth Eibl, Alexandra Fink, Vanessa Henke, Liz Hennecke, Cornelia Höck, Charlotte Hüttner, Ann-Katrin Kettner, Theresa Meindl, Lucia Neumayr, Regina Niedermeier, Stefanie Niggemann, Janina Poschenrieder, Maria Promberger, Lena Rauw, Katharina Schwabenland, Luisa Völkl, Monika Wärl, Katrin Wunder, Lucia Zeus. Klassleitung: Renate Jonquiéres.

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