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Der Neubau des Schlehdorfer Seniorenheims wird dieses Gebäude, das bereits abgerissen ist, ersetzen.

Seniorenheim-Neubau

Bagger finden Reste der alten Klosteranlage

Schlehdorf - Kaum Verzögerungen soll es beim Neubau des Schlehdorfer Seniorenwohn- und Pflegeheims geben - obwohl Arbeiter nun auf Steinfundamente der alten Klosteranlage gestoßen sind. 

Die kritische Phase läuft gerade. Doch momentan sieht es so aus, als könnte der Neubau des Seniorenwohn- und Pflegeheims in Schlehdorf ohne größere Verzögerungen errichtet werden. Nachdem in den vergangenen Wochen der Altbau abgerissen worden war, wurde nun mit dem Ausheben der Baugrube begonnen. Ein kritischer Zeitraum, wie Planer Marcus Kottermair vom Murnauer Architekturbüro Kottermair und Rebholz schon im Frühling sagte: Denn sollten die Arbeiter dabei auf Reste der alten Klosteranlage stoßen, könnte es wegen dieser Bodendenkmäler zu Bauverzögerungen des 7,6-Millionen-Euro-Projekts kommen.

Jetzt gibt Stefan Jocher vorsichtige Entwarnung. „In der Baugrube sind kleinere Reste von Steinfundamenten gefunden worden“, so der Bürgermeister. Dieser Fund sei jedoch „nichts Bedeutsames“. Seit Beginn der Arbeiten sei ein Archäologe ständig auf der Baustelle anwesend, so Jocher. Dieser werde vermutlich noch am heutigen Freitag den Fund dokumentieren. „Dann geht es aber weiter“, versichert Jocher.

Um die Gefahr, bei den Bauarbeiten auf Reste der alten Klosteranlage zu stoßen, möglichst gering zu halten, wird die Baugrube für den Neubau fast identisch dort ausgehoben, wo bereits der Altbau stand. „Die neue Grube ist nur etwas länger als die ursprüngliche Baugrube“, so Jocher.

Noch bis Ende nächster Woche werde der Aushub in etwa dauern. Dass in dieser Zeit noch archäologisch Bedeutsames gefunden wird, glaubt Jocher aber nicht.

Franziska Seliger

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