Großbaustelle: Die Sanierung der Schlehdorfer Grundschule soll im Mai des neuen Jahres abgeschlossen sein.    Foto: Seliger
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Großbaustelle: Die Sanierung der Schlehdorfer Grundschule soll im Mai des neuen Jahres abgeschlossen sein.  

Sanierung der Grundschule läuft dagegen reibungslos

Schlehdorf verschiebt Bau der Mehrzweckhalle

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Die Pläne für eine Mehrzweckhalle in Schlehdorf sind auf Eis gelegt. Die Sanierung der Schlehdorfer Grundschule aber schreitet wie geplant voran.

Schlehdorf – Wie Bürgermeister Stefan Jocher auf Nachfrage mitteilte, sei die Außendämmung am Gebäude bereits fertig, ebenso die neue Heizzentrale. Nun würden als nächster Schritt nach und nach die Klassenzimmer hergerichtet. Unter anderem werden die Böden saniert und die Wände geweißelt. „Bis Mai ist die Fertigstellung geplant“, sagte Jocher. „Den Termin werden wir halten.“

Gesamtkosten steigen auf 1,8 Milionen Euro

Noch im Sommer war die Fertigstellung allerdings mit April 2021 einen Monat früher terminiert gewesen. Damals war aber noch nicht geplant, auch die Dacheindeckung des Schulhauses zu erneuern. Diese zusätzliche Maßnahme beläuft sich laut Jocher auf rund 60 000 Euro. Damit erhöhen sich die ursprünglich geschätzten Gesamtkosten auf etwa 1,8 Millionen Euro. Von Bund und Freistaat gibt es Fördergelder von insgesamt rund 1,1 Millionen Euro.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde mit Beginn der Sommerferien in diesem Jahr mit der Generalsanierung ihres Schulhauses begonnen. Ziel der Maßnahme ist es unter anderem, das Haus mit behindertengerechten Sanitäranlagen auszustatten. Außerdem soll das Gebäude aus dem Jahr 1964 einen barrierefreien Zugang bekommen. Während der Sanierung besuchen die Schüler aus Schlehdorf die Grundschule in Großweil. Beide Gemeinden sind in einem Schulverband zusammengeschlossen.

Ganz gestorben ist der Bau der Mehrzweckhalle noch nicht

Vorläufig nicht realisiert wird jedoch der Bau einer Mehrzweckhalle als Anbau an das Bestandsgebäude. Angesichts der finanziellen Einbußen der Gemeinde im Zuge der Corona-Pandemie werde das Projekt zumindest verschoben, so Jocher. Ursprünglich war als möglicher Start-Termin für das rund 3,5 Millionen Euro teure Projekt das Jahr 2022 anvisiert gewesen. Wegen der Pandemie habe Schlehdorf jedoch schon jetzt Einbußen unter anderem beim Einkommenssteueranteil in Höhe von bis zu 15 Prozent zu verbuchen, sagte Jocher. Er rechnet damit, dass seine Kommune die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auch noch eine Zeit lang spüren wird. Deshalb werde der Klosterort zunächst etwas sparen müssen.

Ganz gestorben sei der Bau einer Mehrzweckhalle aber nicht. Vielleicht könne das Projekt in etwa zwei Jahren angepackt werden, sagte Jocher.

Durch Schulsanierung hat Trachtenverein sein Trachtenheim verloren

Wichtig wäre eine Mehrzweckhalle nicht nur für die Schüler, sondern für viele Schlehdorfer, hätten sie damit doch den idealen Ort für große Veranstaltungen und Versammlungen. Für zwei Vereine wäre das Projekt besonders wichtig: Denn durch die Sanierung der Schule hat der örtliche Trachtenverein sein Trachtenheim verloren. Es war in der Schule untergebracht. Auch die Musikkapelle hat ihren einstigen Probenraum im Schulhaus aufgeben müssen. Beide Vereine sollten im Zuge des Hallen-Neubaus neue Räume bekommen. Besonders für die Trachtler sei es „blöd“, dass der Neubau nun verschoben werde, bedauert Jocher. Allerdings habe die Wohnungsbaugenossenschaft Wogeno im Kloster bereits signalisiert, dass die Trachtler ihre Plattlerproben im Kloster abhalten können. Und die Musi probe derzeit in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Rathaus. Dort könne der Verein auch bleiben, bis die neue Halle mit den Vereinsräumen doch noch gebaut wird, versicherte Jocher.  fn

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