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Guten Appetit: Kinder beim Mittagessen mit Edda Poschenrieder (hi., re.) und Erzieherin Sophia Wahl.

25-jähriges Bestehen

Schlehdorfer Kindergarten feiert runden Geburtstag mit einem Fest fürs ganze Dorf

Sein 25-jähriges Bestehen feiert heuer der Schlehdorfer Kindergarten „Schatzkiste“. Die große Geburtstagsparty am Samstag, 18. Mai, soll „ein Fest fürs ganze Dorf“ werden.

Schlehdorf Edda Poschenrieder war von Anfang an da. Seit der Eröffnung des Schlehdorfer Gemeindekindergartens am 28. August 1994 leitet sie die Einrichtung, die auf Wunsch der Kinder damals auf den Namen „Schatzkiste“ getauft worden ist. 1,7 Millionen Mark hatte der Neubau zwischen Rathaus und Schule gekostet – eine unvermeidbare Investition, denn der Raum der örtlichen Grundschule, in dem bis dato rund 25 Kinder in einer Gruppe betreut worden waren, war zu klein geworden, wie sich Poschenrieder erinnert. Sie ist bis heute die Leiterin der „Schatzkiste“ geblieben.

Vieles andere hat sich seit damals verändert: In der Anfangszeit, so erinnert sich Poschenrieder, besuchten die meisten Kinder, erst ab drei, meist gar erst ab vier Jahren die Einrichtung. Geöffnet sei das Haus zunächst nur am Vormittag gewesen. Zum Mittagessen seien die Kinder nach Hause gegangen. Zwei Jahre nach Eröffnung der ersten, wurde eine zweite Gruppe gegründet. Nach und nach wurden die Öffnungszeiten bis in den Nachmittag hinein ausgeweitet und ein Mittagessen eingeführt. Seit wenigen Jahren werde außerdem eine Mittagsbetreuung für Schulkinder angeboten, so Poschenrieder. „Durch die längeren Betreuungszeiten bekommt man jetzt einen intensiveren Bezug zu den Kindern als früher“, sagt die Chefin der „Schatzkiste“.

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Arbeitete zunächst nur die Leiterin mit einer Erzieherin in der „Schatzkiste“, sind es aktuell 5 Mitarbeiter, die derzeit 43 Kinder ab 2 Jahren sowie 27 Schulkinder betreuen. Die Unter-Dreijährigen werden in den beiden Regelgruppen – der „Amsel-“ und der „Meisengruppe“ – betreut. Eine Krippengruppe gebe es nicht, so Poschenrieder. Sie findet, dass die Kinder heute offener sind als vor 25 Jahren. „Und sie wissen mehr.“ Sie glaubt, dass das daran liegt, dass Kinder früher Medien nutzen und Eltern heute mehr erklären. „Es wird heute viel Wert auf die kognitive Entwicklung gelegt.“

Was das Konzept der Einrichtung betrifft, arbeitet die „Schatzkiste“ seit 1998 mit dem sogenannten „situationsorientierten Ansatz“. „Er orientiert sich an den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder“, erklärt Poschenrieder. Außerdem werde auf eine klassische Vorschule verzichtet. „Unser Bemühen ist ‘eine Pädagogik mit Herz, Hand und Verstand‘“, zitiert Poschenrieder den Religionspädagogen Franz Kett. Die Hand stehe dabei für das selbstständige Handeln der Kinder. Außerdem wichtig seien Bewegung und eine Erziehung hin zur Wertschätzung von Natur und Mitmenschen. Um die Zukunft ist Poschenrieder nicht bang. Unter anderem deshalb nicht, weil Erzieherinnen in der „Schatzkiste“ arbeiten, die hier schon den Kindergarten besuchten. „Sie sind mit unserer Pädagogik also sehr vertraut.“ Den Bedarf an Kindern könne die „Schatzkiste“ derzeit noch gut decken. Eine Erweiterung sei vorerst nicht geplant. Allerdings stiegen auch in Schlehdorf die Geburtenzahlen an. 

Gefeiert wird das 25-jährige Bestehen des Schlehdorfer Kindergartens am Samstag, 18. Mai. Beginn ist um 12 Uhr mit der Begrüßung durch den Bürgermeister. Die Kinder singen Lieder und zeigen einen Tanz. Anschließend gibt es: Spielstationen, Kletterwand, Spezialitäten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen. Um 16.30 Uhr findet eine Zaubershow mit „Christaldo“ statt. Um 18.30 Uhr beginnt das Abschiedssingen. Bei schlechtem Wetter wird die Feier eine Woche auf Samstag, 25. Mai, verschoben. fn

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