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Das Kloster Schlehdorf steht offenbar kurz vor dem Verkauf. Die Aufnahme entstand nahe der Kaseralm unterhalb des Heimgartens. 

Kaufinteressent gefunden 

Schlehdorfer Kloster-Verkauf bald unter Dach und Fach

Für das Kloster Schlehdorf scheint ein ernsthafter Kaufinteressent gefunden. Noch vor Jahresende könnten die Verträge unterzeichnet sein.

Schlehdorf „Gut schaut’s aus“, antwortet Ralf Ohlbrück von der mit dem Verkauf betrauten Firma „Pro Secur Vermögensberatung und -verwaltung GmbH“ mit Sitz in Köln auf die Frage nach dem Stand der Käufersuche für das Kloster Schlehdorf. Nach monatelangen Gesprächen mit Interessenten habe man sich nun auf jemanden „fokussiert“. Wer das ist – ob eine Einzelperson oder eine Firma – das möchte der wirtschaftliche Berater der Missionsdominikanerinnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht preisgeben. Er verrät nur, dass der Interessent aus München komme. Derzeit liefen mit ihm Verhandlungen.

Parallel würden viele Gespräche geführt, etwa mit der Gemeinde. Denn sie soll laut Ohlbrück „zumindest nicht die Nase rümpfen“ über den künftigen Besitzer des Klosters. Auch mit diversen Behörden müsse gesprochen werden; etwa mit dem Landratsamt wegen einer Nutzungsänderung, denn: „Das Kloster wird nicht als Kloster weitergeführt.“ Auch zur Fläche hinter der Pfarrkirche gebe es Klärungsbedarf, und zwar mit dem Freistaat, dem das Areal gehört und dessen Nutzungsberechtigung für die Schwestern mit ihrem Auszug aus dem Kloster endet.

Ohlbrück ist optimistisch, dass es „unter Umständen im vierten Quartal zu einer vertraglichen Absicherung“ zwischen Kaufinteressent und den Missionsdominikanerinnen kommt. Anschließend stünden diverse bauliche Veränderungen am Gebäude an.

Ebenso wenig wie über den Interessenten möchte Ohlbrück zur künftigen Nutzung des Komplexes sagen. Nur so viel: „Man kann sich damit identifizieren.“ Was so viel heißen soll wie: Die Schwestern und die Gemeinde haben keine Einwände gegen die vorgesehene künftige Nutzung. Das war bei nicht allen Interessenten so, wie Ohlbrück sagt. Rund 50 Bewerber hätten in den vergangenen Monaten Interesse am Klosterkauf gezeigt. Manche davon seien für Gemeinde und Schwestern aber nicht in Frage gekommen. Zum Beispiel der, der das Kloster in Eigentumswohnungen umwandeln wollte.

Die Ernsthaftigkeit der derzeitigen Verhandlungen zeigt die Tatsache, dass das Inserat zum Verkauf des Klosters bei „Immobilienscout 24“ laut Ohlbrück herausgenommen wurde. Auf der Internetseite war der Komplex seit Ende 2016 zum Kauf angeboten worden. Was der potenzielle Käufer für das Kloster bezahlen wird, ist ebenfalls noch unklar. Im Internet war es für 3,9 Millionen Euro angeboten worden. Die Preisverhandlungen kämen ganz am Schluss, sagt Ohlbrück. „Erst müssen die Rahmenbedingungen stimmen.“ Franziska Seliger

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