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Die Sanierung der Schule sowie der Neubau der Brücke in Unterau und des Seniorenheims waren wichtige Themen in der Schlehdorfer Bürgerversammlung. Laut Rathauschef Stefan Jocher (li.) wird der Zweckverband Schlehdorf-Großweil die Kosten für die archäologischen Grabungsarbeiten weitestgehend selbst tragen müssen. 

Bürgerversammlung

Schlehdorfer Seniorenheim soll heuer fertig werden

Projekte hat die kleine Gemeinde Schlehdorf im vergangenen Jahr einige angestoßen. Über den Stand der Dinge und was für heuer geplant ist, informierte Bürgermeister Stefan Jocher am Donnerstag in der Bürgerversammlung.

Schlehdorf Als erstes sprach Stefan Jocher über die jüngsten Schlehdorfer. Wie der Rathauschef vor den zahlreich erschienenen Bürgern im „Klosterbräu“ ausführte, steigt die Zahl der im örtlichen Kindergarten betreuten Kinder wegen der steigenden Geburtenzahlen „wieder deutlich an“. Das bedeutet, dass langfristig auch wieder mehr Mädchen und Buben die Grundschule am Ort besuchen werden.

Weil das Gebäude aus dem Jahr 1964 trotz einiger Sanierungsmaßnahmen deutliche Abnutzungserscheinungen aufweise, habe sich die Gemeinde um Gelder aus einem Schulsanierungs-programm beworben. „Die Bewerbung wurde der Regierung von Oberbayern bereits vorgelegt“, sagte Jocher. Unter anderem sollen die sanitären Anlagen erneuert und eine Heizzentrale mit regenerativen Energieträgern eingebaut werden. Eine erste Kostenschätzung belaufe sich auf rund 700 000 Euro. „Ob unsere Bewerbung Erfolg hat, wird sich allerdings erst im Herbst zeigen, wenn die Bewerbung von der Regierung geprüft ist.“ Allzu große Hoffnungen mache er sich aber nicht.

Was das im Bau befindliche Seniorenheim angeht, konnte Jocher vermelden, dass das Landesamt für Denkmalpflege mittlerweile eine Förderung für planungsbedingte Mehrkosten und den Kaufpreis des vor einigen Jahren erworbenen Nachbargrundstücks „in Aussicht gestellt“ habe. Eine Förderung der durch die Grabungen entstandenen Kosten gebe es „nach derzeitigem Stand nicht“.

Der Neubau mache gute Fortschritte, „so dass wir derzeit noch mit einer Fertigstellung Ende dieses Jahres und einer Betriebsaufnahme Anfang 2019 rechnen können“, so Jocher. Die Baukosten werden nach derzeitigem Stand rund acht Millionen Euro betragen. Mit etwa 570 000 Euro werde das Projekt vom Landkreis bezuschusst.

Ebenfalls gute Fortschritte mache der Neubau der Unterauer Loisachbrücke. Gerade seien die Arbeiten nach der Winterpause wiederaufgenommen worden. „Je nach Witterung können die Bauarbeiten in sechs bis acht Wochen abgeschlossen werden“, sagte Jocher. Anschließend müsse noch die alte Brücke abgerissen werden. Die Gesamtkosten bezifferte Jocher mit rund einer Million Euro, wobei die Gemeinde etwa 500 000 Euro zu tragen habe. Den Rest übernehmen wie bereits mehrfach berichtet die Landwirte und der Landkreis. „Die Einweihung der neuen Brücke ist zusammen mit einem Dorffest in Unterau angedacht.“

Ein weiteres wichtiges Thema waren die diversen Bebauungspläne, etwa im Bereich „Klostergut“. Jocher sprach in der Versammlung über die vier geplanten Sozialwohnungen, die in einer ehemaligen Wirtschaft in der Karpfseestraße entstehen sollen.

Außerdem wolle die Kommune die Wasserversorgung heuer durch eine neue Verbindungsleitung zwischen Schlehdorf und Unterau verbessern. Auch den Breitbandausbau möchte die Kommune weiter vorantreiben.

Weitere Themen waren die im Gewerbegebiet geplante Getreidemanufaktur mit Whisky-Destillerie und der neue Mobilfunkmast, der nun seinen Betrieb aufgenommen hat. Jocher informierte über die Ergebnisse der Funkstrahlen-Messung (Berichte folgen).

Franziska Seliger

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