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Das neue Seniorenheim in Schlehdorf soll ab Januar 2019 bezugsfertig sein. 

Rohbau kurz vor Fertigstellung 

Seniorenheim: Neubau liegt im Zeitplan

Der Rohbau des neuen Seniorenheims in Schlehdorf ist kurz vor der Fertigstellung. Am Donnerstag stellte der künftige Leiter erste Ideen für die Innenausstattung vor. Auch über die Kosten am Bau und den Zeitplan bis zur Fertigstellung wurde gesprochen.

Schlehdorf – Vernachlässigt man die archäologischen Arbeiten und die dadurch entstandenen Kosten (rund 423 000 Euro), so liegen die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt aktuell mit rund 7,9 Millionen Euro sogar leicht unter den noch vor einem Jahr veranschlagten 8,05 Millionen Euro. Das erläuterte Onni Rebholz vom Murnauer Architekturbüro „Kottermair und Rebholz“ bei der Zweckverbandssitzung am Donnerstag. Der Grund dafür ist laut der Architektin, dass einige Gewerke – etwa die Haustechnik – von den Planern zu hoch kalkuliert worden waren.

Allerdings gibt es in dieser Gesamtkalkulation derzeit noch einige Fragezeichen, da Gewerke – unter anderem Fliesenarbeiten – noch nicht vergeben sind. Das werde aber Anfang Dezember passieren, so Rebholz. Außerdem sei für 2018 generell mit Preissteigerungen im Baugewerbe zu rechnen. Was den Bauzeitplan betrifft, hatte Rebholz gute Nachrichten: Immer vorausgesetzt, die Witterung lässt es zu, soll der Rohbau Mitte Dezember fertig sein. Dann werden der Dachstuhl errichtet und die Fenster eingebaut. Eine Bauheizung soll ab Februar dafür sorgen, dass im Winter Heizung- und Sanitärarbeiten durchgeführt werden können.

Die Fertigstellung des Seniorenheims ist für Mitte Dezember 2018 vorgesehen. Ab Januar 2019 und damit laut Rebholz – „unwesentlich später als ursprünglich geplant“ – könnten die Bewohner einziehen. Und zwar in ein Haus, dass Jörg Kahl, der künftige Einrichtungsleiter, zu einem richtigen Zuhause für sie machen möchte. Details erläuterte er in der Sitzung anhand erster Vorentwürfe. Demnach sollen die Bewohner in fünf Wohngruppen, verteilt über drei Etagen, leben. Zentrum jeder Wohngruppe, die Rebholz als „großzügig und offen wie eine Wohnung“ bezeichnete , werde ein Aufenthaltsbereich. „Hier soll das Leben stattfinden“, so Kahl. Zurückziehen können sich die Senioren in Einzel- und Doppelzimmer, die sie – bis auf eine gewisse Grundausstattung – mit ihren persönlichen Möbeln einrichten können. Im Erdgeschoss ist eine öffentliche Cafeteria mit Außenterrasse geplant; daran angegliedert ein Veranstaltungs- beziehungsweise Andachtsraum.

Um für die zunehmende Zahl dementer Menschen gerüstet zu sein, werde das ganze Haus mit einem sogenannten Desorientiertensystem ausgestattet. Dieses soll es den Bewohnern ermöglich, trotz Demenz oder Verlust des Orientierungssinns möglichst lange in ihren Wohngruppen zu leben, bevor sie in einen speziellen geschützten Bereich im Erdgeschoss umziehen müssen.

Der Betreiber, die „Hilfe im Alter der Inneren Mission München“, plant als Besonderheit ein Arztzimmer. „So etwas hat nicht jede Einrichtung“, betonte Kahl. In Kooperation mit Hausärzten aus der Region sollen hier die Heimbewohner medizinisch versorgt werden können. Dadurch sollen Einweisungen ins Krankenhaus auf ein Minimum beschränkt werden. Denn diese wirken sich laut Kahl oft negativ auf den Zustand der alten Menschen aus. Die Kosten für die Ausstattung trägt laut Bürgermeister Stefan Jocher der Nutzer. Zu deren Höhe wollte Kahl sich nicht äußern. Laut Jocher gehen bereits Voranmeldungen von Großweiler und Schlehdorfer Bürgern bei ihm ein.

Franziska Seliger

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