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Wird demnächst abgerissen: Das Schlehdorfer Seniorenwohn- und Pflegeheim. 

Seniorenwohnheim Schlehdorf

Die Tage des Heims sind gezählt

Schlehdorf – Im Seniorenwohn- und Pflegeheim Schlehdorf ist die letzte Etappe vor dem Abriss des Gebäudes angebrochen. Einige Bewohner sind schon ausgezogen. In ein paar Wochen beginnen die Abrissarbeiten.

Bis Ende März muss das Schlehdorfer Heim geräumt sein. Das teilt Bürgermeister Stefan Jocher auf Nachfrage mit. „Die Betreiberin hat schriftlich zugesichert, dass sie das Gebäude bis 31. März geräumt übergibt.“ Die ersten Bewohner seien bereits in den Kochler „Seehof“ umgesiedelt. Beide Häuser, das Schlehdorfer und das Kochler Heim, werden künftig vom gleichen Betreiber geführt: der gemeinnützigen „Hilfe im Alter GmbH“ der Inneren Mission München. Der bisherige Betreiber in Kochel, das „Caritas Solidarwerk“ wird den „Seehof“ zum 1. April dieses Jahres übergeben (wir berichteten).

Einige Bewohner aus Schlehdorf hatten anscheinend auch geplant, in den Heilbrunner „Alpenhof“ umzuziehen, was derzeit aber nicht geht, da das Haus – wie berichtet – nach wie vor geschlossen ist.

Monika Lachmuth, die Betreiberin des Schlehdorfer Hauses und künftige neue Mit-Betreiberin des „Alpenhofs“, versichert auf Nachfrage jedoch, alle restlichen 30 Bewohner in Schlehdorf würden mit ihr zusammen nach Heilbrunn wechseln. Auch das noch in Schlehdorf tätige Personal gehe mit. „Wir haben vor, bis Anfang März auszuziehen“, so Lachmuth. Ob der Alpenhof dann überhaupt schon beziehbar sein wird und wie sich die Situation in Schlehdorf gestaltet, dazu wollte sich Lachmuth nicht äußern. Dass manche Bewohner aus Schlehdorf lieber nach Heilbrunn statt nach Kochel ziehen wollen, hat laut Bürgermeister Jocher „ausschließlich finanzielle Hintergründe“. Von Angehörigen der Heimbewohner habe er erfahren, dass der „Alpenhof“ monatlich rund 300 Euro mehr koste als das Schlehdorfer Heim; der „Seehof“ dagegen sei um rund 700 Euro monatlich teurer. Doch dort ist man nach dem Einzug von rund 11 Schlehdorfern mittlerweile voll belegt, wie Hausleiterin Julia Meichelböck sagt. Sollte aber noch jemand eine neue Bleibe brauchen, „versuchen wir immer was zu machen. Auch jetzt noch“.

Der Zeitplan für den Neubau des Schlehdorfer Hauses sieht laut Jocher den Spatenstich für Mai oder Juni dieses Jahres vor. Derzeit warte der Zweckverband mit den Gemeinden Großweil und Schlehdorf als Eigentümer noch auf die Baugenehmigung. Ist sie da, beginnen die Ausschreibungen. Im Idealfall können die Schlehdorfer Heimbewohner ihr neues Zuhause am 1. Januar 2018 beziehen. Es werde „vertraglich vereinbart“, dass jeder von ihnen nach Bauende in den Klosterort zurückkommen könne. Allerdings nimmt Jocher an, dass die Plätze in dem Neubau teurer werden. Um wie viel, könne er derzeit aber nicht abschätzen.

Franziska Seliger

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