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Volle Konzentration: So ging es für die Fahrer die 500 Meter lange Rennstrecke hinab.

Bobbycar- und Seifenkistenrennen

Tollkühne Fahrer in fliegenden Kisten

Nach der großen Gaudi 2015 lud der Wintersportverein Schlehdorf (WSV) am Samstag erneut zum Bobbycar- und Seifenkistenrennen ein. Es kamen viele große und kleine Rennfahrer, zahlreiche Zuschauer – und sogar ein echter Spion.

Schlehdorf – Nein, er möchte seinen Namen nicht sagen. Nur dass er von einem Nachbarverein nach Schlehdorf geschickt wurde, will der ältere Herr mit Hut und rosa T-Shirt verraten. Denn er ist in geheimer Mission unterwegs. „Ich bin zum Spionieren da“, verrät Mister X. Erst zum zweiten Mal veranstaltet scheint das Schlehdorfer Bobbycar- und Seifenkistenrennen schon legendär. „Die Performance ist groß. Da muss man einfach hin“, muss der Herr Spion zugeben.

Wie das die Schlehdofer hinkriegen. Und wie man so ein Rennen am besten organisiert: Das galt es am Samstag für ihn auszuspionieren, weshalb er sich unter die vielen Schaulustigen mischte, die entlang der 500 Meter langen Rennstrecke im Ortsteil Raut standen und unermüdlich die vorbeiflitzenden Seifenkisten Marke Eigenbau anfeuerten.

Aus München an den Kochelsee: Balthasar, Linus, Lilo und Jonas aus München in ihrem schicken Seifenkisten-Unimog. Linus ist der Fahrer. 

„Wenn schon mal was los ist bei uns, dann muss man auch hingehen“, fand Monika. Sie war zwar nicht als Spionin unterwegs, wollte ihren Nachnamen aber trotzdem nicht verraten. Mit ihren Freundinnen war sie gekommen, um die rund 50 großen und kleinen Rennfahrer zwischen 4 und 67 Jahren anzufeuern, die die leicht abschüssige Teerstraße hinab und an verdutzt glotzenden Kühen vorbei ins Ziel sausten. Aus der ganzen Region – bis aus Rosenheim – waren tollkühne Fahrer mit ihren fliegenden Kisten an den Kochelsee geeilt, um ihren selbst gezimmerten und mitunter sehr kreativ gestalteten Gefährten mal so richtig Feuer unterm Fahrgestell zu machen.

So auch die Freunde Max (11) und Jonathan (10) aus Geretsried. Gemeinsam haben sie ihre Seifenkiste aus Brettern zusammengezimmert und dabei vor allem auf Windschnittigkeit und Stabilität geachtet, wie sie fachmännisch erläuterten. „Die Bremse haben wir aus einem alten Kettcar ausgebaut“, erklärte Jonathan, der am Renntag als Techniker fungierte, während Freund Max das Rennen fahren sollte. Wie? Darüber hat er sich natürlich vorab Gedanken gemacht: „Ich werde mich möglichst klein machen, um wenig Widerstand zu bieten.“

Alexander (9) aus Kochel, der ebenfalls zum ersten Mal bei solch einem Rennen antrat, war sichtlich nervös, als er in seiner Kiste sitzend von den Helfen auf die Startrampe geschoben wurde. „Die Kurven möglichst flach ausfahren“: Mit dieser Technik wollte der Bub zum Sieg fahren. Aber Sieg oder Nicht-Sieg: Das war an diesem heißen Tag gar nicht die Frage. Vielmehr war das Rennen, das vom WSV-Vorsitzenden Andi Schnetzer und Jugendleiter Andi Zanker frech und witzig moderiert wurde, auch in seiner zweiten Version ein großes Sommerfest für die ganze Familie. (Franziska Seliger)

Die Ergebnisse:

Bobbycar-Rennen 3 bis 7 Jahre: 1. Quirin Schwarz, 2. Vitus Skrajewski 3. Moritz Schwarz.

8 bis 13 Jahre: 1. Helena Zanker, 2. Lukas Schnetzer, 3. Vincent Schnetzer.

Ab 18 Jahren: 1. Erich Skrajewski, 2. Alexander Selch, 3. Stutzi Schramm.

Seifenkisten-Rennen 3 bis 7 Jahre: 1. Vitus Skrajewski, 2. Martin Wolz, 3. Jakob und Theresa Surek.

8 bis 13 Jahre: 1. Verena Schnieringer, 2. Lena Schnieringer, 3. Clara Skolaut.

14 bis 17 Jahre: 1. Eva-Maria Schnieringer.

Ab 18 Jahre: 1. Stefan Matthaei, 2. Kerstin Wolz, 3. Markus Wolz.

Fantasy-Cup: 1. Annemarie Schwarz und Johanna Metz, 2. Andi und Helena Zanker, 3. Thomas Probst mit Julius und Nina.

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