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Spektakuläre Stürze sind beim Hornschlittenrennen in Partenkirchen an der Tagesordnung.  

Hornschlittenrennen in Partenkirchen

„Vögelfreunde“ wollen vorne dabei sein

Wenn am Dreikönigstag, 6. Januar, das traditionelle Hornschlittenrennen zum 49. Mal in Partenkirchen stattfindet, werden auch wieder Schlitten aus Loisachtal und Isarwinkel an den Start gehen und um den Titel des Bayerischen Meisters um die Wette fahren.

Bad Tölz-Wolfratshausen Im vergangenen Jahr belegte der Damenschlitten des Wintersportvereins Schlehdorf (WSV) beim Rennen von der Partnachalm völlig unerwartet den ersten Platz (wir berichteten). Doch ob heuer wieder ein Damenschlitten an den Start gehen wird, ist laut Andi Schnetzer fraglich. „Das wir kurzfristig entschieden“, sagt der WSV-Vorsitzende auf Nachfrage. Schön wäre es freilich, wenn zumindest einige der Titelverteidigerinnen mitfahren würden, denn: „Sie fahren wirklich gut und mit viel Schneid runter.“

Sicher ist indes, dass der Verein fünf Herren-Schlitten auf die Piste schicken wird – einen mehr als im Vorjahr. Die fünf Mannschaften mit den Namen „Vögelfreunde Oache sticht“ I bis V sind mit Schlehdorfern zwischen 20 und 55 Jahren besetzt – darunter Neulinge ebenso wie erfahrene Hornschlittenfahrer, wie etwa Erich Skrajewski oder Florian Geweth. Beide waren bei dem Rennen schon ganz vorne mit dabei. Letztes Jahr hatten sie laut Schnetzer allerdings Pech bei der Nummernvergabe und mussten weit hinten starten, sodass die Streckenbedingungen nicht optimal gewesen seien. 2017 fuhren Schlehdorfer Herren-Schlitten unter anderem auf die Plätze 5, 26 und 58. Der Schlitten mit den erfahrenen Fahrern hat laut Schnetzer heuer auf jeden Fall eine Chance auf einen Stockerlplatz – vorausgesetzt freilich, das Rennen auf der 1,2 Kilometer langen Strecke muss wegen Schneemangels nicht doch noch abgesagt werden. Derzeit wird auf der Internetseite des ausrichtenden Hornschlittenvereins aber noch versprochen, dass man „alle Möglichkeiten ausschöpfen“ werde, um das Rennen abzuhalten.

Auch der Gaißacher Schnablerverein schickt wieder Mannschaften zum Hornschlittenrennen nach Partenkirchen (2017: Rang 19, 24 und 64). Wie Vereinspräsident Georg Fischhaber sagt, werden voraussichtlich vier Schlitten teilnehmen. In manchen Jahren seien bis zu 13 Gaißacher Schlitten gestartet, aber „es hat alles ein bisschen nachgelassen“. Viele etablierte Fahrer hätten aufgehört. Je nach Pistenverhältnissen und Startnummer rechnet er aber schon mit vorderen Plätzen. „Wenn es nicht klappt, ist es aber auch kein Beinbruch.“

Für Fischhaber steht ebenso wie für Sebastian Bietsch der Spaß am Rennen im Vordergrund – und das Brauchtum. „Es ist ein Traditionsrennen. Die alten Schlitten soll man erhalten“, findet der 25-Jährige aus Benediktbeuern, der heuer zum vierten Mal auf einem Schlitten der „Beira Hundsbuam“ Platz nehmen wird. Zwei Schlitten aus dem Klosterdorf würden auf jeden Fall an den Start gehen. „Eher werden es aber drei“, so Bietsch. Viele der Fahrer zwischen 18 und 50 Jahren seien alte Hasen, sagt Bietsch. Vergangenes Jahr langte es trotzdem nur für Rang 22 und 44. Mal schauen, wie’s heuer läuft. Endgültiger Meldeschluss war bereits am Donnerstag, 4. Januar, um 16 Uhr.

Weitere Infos

Beim 49. Hornschlittenrennen am 6. Januar wird wieder eine Großbildleinwand im Zielbereich aufgestellt. Durch diese Videowand kann die komplette Rennstrecke überblickt werden. Rund 100 Schlitten werden an den Start gehen. Das Rennen findet ab 12.30 Uhr auf der Rennstrecke an der Partnachklamm (nähe Olympiaskisprungstation) statt. Erwartet werden rund 6000 Zuschauern. Infos im Internet auf www.hornschlitten.de 

Franziska Seliger

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