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Das ursprünglich geplante Gebäude soll nun in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Der linke Teil wird zunächst zugunsten von Parkplätzen nicht gebaut.  

Bauprojekt

Whiskey-Destillerie: Noch einige Hürden für „Schlehwerk“

Was ist eigentlich aus den Plänen für eine Getreidemanufaktur mit Whiskey-Destillerie im Schlehdorfer Gewerbegebiet geworden? Über ein Jahr ist es her, dass der Unternehmer Christian Heinrich seine Pläne zu diesem Projekt mit dem Titel „Schlehwerk“ vorstellte.

Schlehdorf Über den Stand der Dinge informierte nun Rathauschef Stefan Jocher in der Bürgerversammlung. Wohin mit den vielen Parkplätzen für die Besucher? Von Anfang an war das eines der großen Fragezeichen des Projekts. „An dieser Situation hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres leider nichts verändert“, sagte Jocher. Unternehmer Heinrich habe sich deshalb dazu entschlossen, das ursprünglich geplante Gebäude in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Ein Gebäudeteil werde vorerst nicht realisiert, um auf dieser Fläche teilweise Parkplätze unterzubringen. Weitere Stellplätze könnten auf einer kleineren Fläche schräg gegenüber dem Grundstück entstehen. Diese Fläche sei Heinrich zum Kauf angeboten worden.

Aufgrund dieser veränderten Situation habe der Gemeinderat nun beschlossen, einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Die Kosten für Planung und Erschließung muss Heinrich tragen. Wird das Projekt nicht in einer von der Gemeinde bestimmten Frist durchgeführt, „können wir den Bebauungsplan wieder aufheben“, sagte Jocher. Diese Frist müsse man aber erst noch vertraglich vereinbaren, sagte Jocher auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Bürgermeister rechnet mit einer Frist von drei bis fünf Jahren.

Da das Staatliche Bauamt Weilheim bei der geplanten Ausweisung weiterer Gewerbeflächen Richtung Norden aber einen Kreisverkehr fordert, sei dieser in den künftigen Bebauungsplan aufgenommen worden, so Jocher weiter.

Als nächsten Schritt muss der Unternehmer nun einen Vorhaben- und Erschließungsplan vorlegen. „Dieser ist dann mit dem Gemeinderat abzustimmen.“ Anhand des Plans werde dann der Bebauungsplanentwurf erarbeitet. Außerdem müss die Gemeinde mit Heinrich noch einen Durchführungsvertrag schließen, und der Unternehmer muss die Fläche für den Kreisverkehr kaufen. „Erst, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind und das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans durchgeführt wurde, kann der Bebauungsplan in Kraft treten und Heinrich bauen“, sagte Jocher. Bis dahin seien also „noch etliche Hürden zu nehmen“. Möglicherweise könnte der Bebauungsplan aber noch in diesem Jahr aufgestellt werden. Baubeginn könnte dann durchaus schon 2019 sein. fn

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