Skizze eines Bauprojekts
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Ursprünglich fielen die Pläne für das „Schlehwerk“ deutlich größer aus. Schon vor Längerem wurden sie deutlich reduziert.

Umplanungen für die Getreidemanufaktur sollen „bald“ fertig sein

Whiskeydestillerie „Schlehwerk“ ist auf Kurs

Ruhig ist es geworden um die Getreidemanufaktur mit Whiskey-Destillerie, die im Gewerbegebiet von Schlehdorf entstehen soll. Realisiert werden soll das „Schlehwerk“ aber weiterhin.

Schlehdorf – Den Fortgang des Projekts betont Christian Heinrich, Initiator des ehrgeizigen Projekts, nun auf Nachfrage der Heimatzeitung. „Wir sind gerade mitten in der Planung. Das Feintuning läuft“, so der Geschäftsmann aus Iffeldorf. Und: „Wir halten an unserem Kurs fest.“

Sorge um ortsansässige Betriebe

Heinrich hatte seine Pläne für eine Getreidemanufaktur mit Whiskey-Destillerie im kleinen Klosterort erstmals im Herbst 2016 öffentlich vorgestellt. Doch nach zahlreicher Kritik unter anderem seitens der Gemeinde, die befürchtet hatte, die Manufaktur mit Laden, Café, Bistro und Bäckerei könnte die Existenz ortsansässiger Betrieb gefährden, hatte Heinrich seine ursprünglichen Pläne über den Haufen geworfen. Im Juni vergangenen Jahres sagte er im Gespräch mit dem Tölzer Kurier, das geplante Bauwerk mit Brauerei und Destillerie solle nun deutlich kleiner realisiert werden und die angedachte Tiefgarage ganz wegfallen. Auch am Konzept justierte Heinrich nach und strich beispielsweise die Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste ganz. Das gastronomische Angebot wurde verkleinert.

Neue Pläne sollen bald fertig sein

Eigentlich wollte der Iffeldorfer diese überarbeitete Planung bis Sommer 2020 fertig haben. Doch die Corona-Pandemie habe für Verzögerungen gesorgt, so der Geschäftsmann. Nach derzeitigem Stand gehe er nun davon aus, dass die Pläne „bald“ fertig sind. Dann werde er eine Anfrage auf Vorbescheid bei Gemeinde und Landratsamt stellen und die Pläne vorstellen.

Auf Nachfrage sagt der Schlehdorfer Bürgermeister Stefan Jocher, er habe bisher „nichts Neues“ erfahren. Wann die geplante Anlage wieder einmal Thema in einer Gemeinderatssitzung sein werde, könne er deshalb nicht abschätzen.

Was die Kosten für das Projekt betrifft, so waren dafür ursprünglich bis zu 30 Millionen Euro veranschlagt. Wegen der reduzierten Planung rechnete Heinrich schon im Sommer mit deutlich geringeren Kosten. Eine genaue Summe wollte er aber nicht nennen. Er will das „Schlehwerk“ über Investoren realisieren.  Franziska Nau

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