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„Letzter Laden vor der Hölle“: Vor allem Motorrad-Fahrer zählen zur Kundschaft von Matthias Böttcher, der heuer zum ersten Mal auf dem Summer Village ausstellt.

Summer Village

Schönes Flair und nette Leute

Bad Tölz - Von der Weißbier-Karussellbar bis zur Hüpfburg: Beim Summer Village ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein Rundgang.

Viele, die das Tölzer „Summer Village“ betreten, bleiben erst einmal an der Weißbier-Karussellbar hängen, sagt Veranstalter Peter Frech augenzwinkernd. Dabei gibt es auf der gut 5000 Quadratmeter großen Eventfläche rund um das Hauptzelt noch sehr viel mehr zu entdecken.

Zum Beispiel den neun Meter hohen Kletterbaum, den das Team vom Lenggrieser Hochseilgarten mitten auf dem Tölzer Festplatz errichtet hat. Völlig kostenlos dürfen dort Besucher, die größer als 1,30 Meter sind, hochklettern und den Blick über die 48 Gastronomen und 17 Einzelhändler schweifen lassen. „Bisher war die Hölle los“, sagt Severin Willibald, der die kleinen und großen Gäste sichert.

Einer davon ist Gregor Mehner aus Bad Tölz. Mit einem orangefarbenen Helm auf dem Kopf klettert der Vierjährige fast bis zur Mitte des Baumes – sehr zum Stolz von Papa Ingo und Mama Stephanie, die zum ersten Mal das „Familienfest und Kulturspektakel“, wie es die Veranstalter selbst bewerben, besuchen. „Ein paar andere Mamas haben mir gesagt, dass für Kinder einiges geboten wird“, erzählt die zweifache Mutter. Diese Aussage kann sie nur bestätigen: Bei ihrem Nachwuchs kamen neben dem Kletterbaum vor allem die Hüpfburg und der Künstler gut an, der aus Luftballons Tiere modelliert.

Und weil so viele neue Eindrücke hungrig machen, gönnen sich viele zwischendurch etwas zu essen, zum Beispiel am Chips-Standl von Jakob Gottlob aus Lenggries. Dort können die Besucher zusehen, wie eine zweckentfremdete Bohrmaschine frische Kartoffeln in feine Spiralen verwandelt, die anschließend in der Fritteuse goldgelb gebacken werden. Die Geschmacksrichtung können sich die Kunden selbst aussuchen. „Besonders beliebt sind die Sour-Cream-Chips“, sagt Michael Hackl, der die herzhaften Snacks verkauft. Aber auch die „boarische“ Variante mit Specksoße sei bei den Village-Besuchern sehr gefragt.

Beliebt ist auch die Waldbeer-Bowle, die das Team vom Tölzer Kurhaus an seinem Stand anbietet. „Da ist Agaven-Sirup drin, das ist mal eine ganz andere Geschmacksrichtung“, sagt Veronika Loferer, die normalerweise als Management-Assistentin im Kurhaus arbeitet. Mit dem Festival-Auftakt zeigte sich die 29-Jährige am Freitag sehr zufrieden: „Die Stimmung unter den Leuten ist super.“

Summer Village in Bad Tölz: Bilder

Diese Erfahrung hat auch Jean-Paul Hermann aus Hoyerswerda gemacht, der mit seiner Freundin Celina Wünsch am Kurhaus-Stand sitzt und bei einem kühlen Getränk dem Soundcheck der Bands lauscht, die beim Isarwinkler Abend auftreten werden. „Die Atmosphäre hier ist sehr schön, die Leute nett und das Bier gut“, fasst der 19-Jährige gut gelaunt zusammen.

Auch Matthias „Moose“ Böttcher ist sehr angetan von der „Location“ und Peter Frech, der das Spektakel zusammen mit Stephanie Hörmann und Christian Gutmair veranstaltet. An seinem „Last trading-post before hell“ (zu Deutsch: „Letzter Laden vor der Hölle“) bietet der Erdinger nicht nur handgearbeitete Lederwaren, sondern auch einen „Hotdog Refill“, also frisches Wasser für Hunde, an. Beim Summer-Village ist eben wirklich für jeden was dabei. (sis)

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