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Handyverträge gelten als häufige Ursache für die Überschuldung junger Menschen – eines der Themen einer Wanderausstellung, die ab heute an der Förderschule Station macht.

Wanderausstellung

„Schulden sind doof und machen krank“

Bad Tölz - Ab diesem Montag an der Tölzer Förderschule: Eine Ausstellung klärt Jugendliche darüber auf, wie leicht man in die Schuldenfalle geraten kann.

Durch Schulden wird aus der „coolen Sau“ schnell ein „armes Schwein“ und aus der „Fashion Princess“ eine „Drama Queen“. Dies zeigt auf witzige, aber auch nachdenklich stimmende Weise die Comic-Ausstellung „Schulden sind doof und machen krank“, die derzeit im Landkreis zu sehen ist. Die 20 Tafeln stehen diese Woche in der Tölzer Förderschule und von 1. bis 11. Februar im Landratsamt.

Die Ausstellung ist aus einem Comic-Wettbewerb des gemeinnützigen Vereins „H-Team“ hervorgegangen. Im Landkreis wird sie vom Jobcenter und der Caritas präsentiert. „Schulden lenken ab von der Arbeitssuche und machen mutlos“, erklärt Jobcenter-Chef Andreas Baumann. Als häufigste Ursache für Schulden nennt er Handyverträge. „Der alte Vertrag läuft noch, da muss das Gerät schon wieder gewechselt werden. Mit dem Handy zeige ich, ich bin wer, ich gehöre dazu. Die Ausstellung sagt hier ausdrücklich Stopp. Sie vermittelt die Botschaft: Du zählst als Mensch und nicht als Konsument.“ Die „Verlockungen des unbegrenzten Konsums“ prangert auch Elisabeth Friedrich von der Schuldnerberatung der Caritas an und stellt fest: „Die Ver- und Überschuldung von jungen Menschen ist im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gestiegen.“

Die Ausstellung informiert junge Leute spielerisch über Themen wie das eigene Konto, Verträge Schufa, Kredite, Handyverträge oder Schuldnerberatung.

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