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Bei einer gemeinsamen Tour durch Tölz zeigten Camilla Plöckl (mit Warnweste) und der AK Radln Probleme auf – etwa die schlecht einsehbaren Wegweiser am Amortplatz.

Auf Tour durchs Stadtgebiet 

So könnte man Radlern das Leben leichter machen

Als Fahrradfahrer kann man sich in Bad Tölz durchaus gut bewegen – auch wenn es komfortabler sein könnte. Eine bessere Beschilderung und veränderte Streckenführungen könnten viel Erleichterung bringen. Zu diesem Ergebnis gelangte der Arbeitskreis (AK) Radln bei seiner jüngsten Tour durch die Stadt.

Bad Tölz – SPD-Stadträtin und AK-Leiterin Camilla Plöckl führte die Gruppe zu einigen neuralgischen Punkten. An der Isarpromenade etwa „treffen Fußgänger sowie einheimische und durchreisende Radler aufeinander“, stellte Plöckl fest. Dadurch werde es in der Radl-Hauptsaison eindeutig zu eng. Diese beginne schon im April und bringe viele Nutzer des Königssee-Bodensee-Radwegs nach Bad Tölz. „Der AK hat bereits vorgeschlagen, Mountainbiker anders durch Tölz zu leiten und auch neue Strecken zur Verfügung zu stellen“, sagte Plöckl. „Aber das scheiterte an mangelnden Grundstücken.“ Auf der ohnehin schmalen Promenade seien auch noch immer mehr E-Bikes unterwegs – oft zu schnell. „Eigentlich gilt hier Schrittgeschwindigkeit.“

Am Amortplatz sah die Radlgruppe, wie schwierig die Orientierung für Ortsfremde ist: Die dortigen Radwegweiser sind nämlich mit der Beschriftung zur Straße gewandt, nicht zu den Radlern. Außerdem beobachteten die Teilnehmer andere Zweiradfahrer, die auf beiden Seiten den Gehweg auf der Isarbrücke nutzten. Für Radler, die an der Ampel geradeaus weiter in die Marktstraße wollen, gibt es den entsprechenden Pfeil auf der Straße. Doch der sei viel zu spät zu erkennen, monierten die Teilnehmer.

Am oberen Ende des Schulgrabens nahmen die AK-Mitglieder Abschied von der Idee eines Radl-Aufzugs. „Bis der kommt, bin ich schon lang die Marktstraße raufgegangen“, meinte ein Teilnehmer. City-Manager Falko Wiesenhütter wandte ein, dass die Bau- und Wartungskosten für solch eine Einrichtung im Verhältnis zur Nutzungsfrequenz nicht gerechtfertigt seien.

Der Königsee-Bodensee-Radweg führt entlang einer verwirrenden Zickzacklinie durch die Siedlung. Plöckl schlug eine parallele Wegführung durch die Edelweißstraße zum Scharwinkel vor. „Allerdings kann die Stadt das nicht allein durchsetzen, sondern das geht über den Verein ,Bayerische Fernwege‘“, erklärte sie. „Denn dann müssen alle Karten geändert werden.“

Der Radweg nach der Unterführung im Moraltpark, der an der Isar entlang führt, sei noch nicht ertüchtigt, rügte Plöckl. Er winde sich hinter Containern entlang auf einem nur teilweise erkennbaren Weg.

„Man muss hartnäckig bleiben“, sagte die Stadträtin über ihre Arbeit. Schließlich gelte es, dem Prädikat der „fahrradfreundlichen Kommune“ gerecht zu werden.

Birgit Botzenhart

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