Die Sicherheit soll zu Leonhardi 2011 im Mittelpunkt stehen. Foto: arp

So soll Leonhardi sicherer werden

Bad Tölz - Das Sicherheitskonzept für die Leonhardifahrt liegt vor. Es soll dazu beitragen, Gefahren und Alkoholexzesse wie 2010 zu verhindern.

Vor wenigen Tagen hat die Stadt beim Landratsamt Antrag auf Genehmigung der Veranstaltung eingereicht. Nach Einschätzung des dortigen Verkehrssicherheits-Beauftragten Georg Fischhaber „dürfte der Erlaubnis nichts im Wege stehen“.

Dem Antrag liegt ein Sicherheitskonzept bei. Es lässt zwar nicht erwarten, dass die Traditions-Wallfahrt völlig umgekrempelt wird. Doch Bürgermeister Josef Janker weist auf mehrere Veränderungen hin. „Bei der Nummernverlosung soll noch nachdrücklicher darauf hingewiesen werden, dass Minderjährige auf den Wagen keinen Alkohol ausschenken dürfen.“ Doch dabei soll es nicht bleiben: „Wir werden das auch überprüfen.“ Mitarbeiter des Jugendamts sollen jeden Wallfahrts-Wagen, auf dem gegen die Schnaps-Regeln verstoßen wird, aufschreiben und dem Rathaus melden. „Dann werden wir entsprechend reagieren“, kündigt der Bürgermeister an. „Dazu will ich mir die gesamte Bandbreite offen lassen.“

Des Weiteren soll der Gottesdienst auf dem Kalvarienberg per Lautsprecher auf weitere Bereiche der Wiese übertragen werden, wo die Gespanne warten - und sich mancher Teilnehmer die Zeit mit einem Schnaps vertreibt. „Damit wollen wir erreichen, dass der Wallfahrtscharakter nach hinten getragen wird.“

Nicht zuletzt liegt dem Konzept ein genauer Plan mit eingezeichneten Fluchtwegen bei. Diese sind zwar nicht neu, sollen jetzt aber konsequent freigehalten werden. Auch kritische Stellen, wie etwa die Nockhergasse oder der Khanturm, sind vermerkt. Hier sollen die Sicherheitskräfte verstärkt aufpassen.

Das Engagement von privaten Sicherheitsdiensten ist laut Janker jedoch vom Tisch. „Wer anderes sollte für Sicherheit und Ordnung zuständig sein als die Polizei?“ Von den Andeutungen aus der Tölzer Inspektion, die Beamten stünden ausschließlich für die Verkehrsregelung zur Verfügung, sei bei den jüngsten Vorbesprechungen keine Rede mehr gewesen. Ebenfalls kein Thema ist eine Änderung der Wallfahrtsroute, die zwischenzeitlich angedacht war. (ast)

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