Diegezählten 2607 Euro haben die „Swinging Souls“ dann aus ihrer Vereinskasse noch einmal auf 3000 Euro aufgerundet. Freude darüber herrscht jetzt bei (v. li.) Christian Angele (Tölzer Coaches), Michaela Theil und Luise Dachsenberger (Lehrerin und Schülerin am Tölzer Gymnasium), Klaus Loy (Kolping Bildungsagentur), Rita Knollmann (Mehrgenerationenhaus), Josef Bichler (Berufsschuldirektor), Somaya Barekzei (Flüchtling aus Afghanistan) sowie Kathrin Hösl und Ansgar Dehm, Vorstand und musikalischer Leiter des Gospelchors „Swinging Souls“.  Foto: rbe

„Swinging Souls“ in der Franziskanerkirche

Benefizkonzert für Flüchtlingshilfe ein voller Erfolg

Bad Tölz – Beim ausverkauften Benefizkonzert des Tölzer Gospelchors „Swinging Souls“ sind am Sonntagabend in der Franziskanerkirche 3000 Euro zusammengekommen.

Das Geld geht zu gleichen Teilen an drei Gruppen, die sich in der Asylhilfe engagieren. Eintrittsgelder, Sponsoren und die Tatsache, dass der Chor auf eine Gage verzichtet, haben diesen schönen Erfolg möglich gemacht.

Die „Swinging Souls“ sind eigentlich ein Gospelchor. Doch an diesem Abend standen Weihnachtslieder aus dem angelsächsischen Sprachraum auf dem Programm. Wunderschöne Kantilenen wie „Mary’s boychild“, „Let’s sing a song of Christmas“ oder „In Bethlehem“ machen deutlich, wie musikalisch hochwertig und reichhaltig das Liedgut rund um das Wunder von Bethlehem ist.

Chorleiter Ansgar Dehm zeigte, wie akzentsicher, rhythmisch prägnant und klangschön seine Sänger die Stücke beherrschten. Die „Swinging Souls“ verfügen in allen Lagen über geschmeidig geführte, sehr flexible und elastisch phrasierte Stimmen. Ein Manko ist noch das zahlenmäßige Ungleichgewicht zwischen Sopran- und Altstimmen einerseits sowie Bass- und Baritonstimmen andererseits: Im Prinzip sind Männer genauso musikalisch wie Frauen, doch von ihnen fehlen den „Swinging Souls“ noch ein paar Exemplare.

Neben der Musik gab es auch einige Redebeiträge. Inhaltlich ging es um die augenfälligen Parallelen zwischen der 2000 Jahre alten christlichen Weihnachtsgeschichte und der heutigen Massenflucht aus Kriegsgebieten. Schade, dass einige Redebeiträge zu lang waren und allenfalls ein Drittel im großen Kirchenraum akustisch zu verstehen war.

Am meisten bewegte die Zuhörer der Auftritt von Somaya Barekzei aus Afghanistan: Für die junge Frau waren in ihrer Heimat Begriffe wie Frieden, Freiheit und Sicherheit nur Fremdwörter. Nun hofft sie, dass in Deutschland ihr Traum von einem menschenwürdigen, selbstbestimmten Leben in Erfüllung geht. Rainer Bannier

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