Lungenautomat vereist?

Taucher stirbt im Walchensee

  • Alois Ostler
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Walchensee – Ein 46 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen ist am Mittwoch beim Tauchen im Walchensee ums Leben gekommen. Der Unfall passierte um die Mittagszeit im Bereich der sogenannten Pioniertafel.

An diesem bei Tauchern sehr beliebten Abschnitt zwischen Urfeld und Sachenbach waren der Mann und zwei weitere Wassersportler am Vormittag in den Walchensee gestiegen. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen stellten sich offenbar technischen Probleme mit der Ausrüstung ein. „Möglicherweise ist der Lungenautomat vereist“, sagt Alois Grünwald von der Wasserwacht Walchensee. Die freiwilligen Helfer wurden gegen 12.20 Uhr von der Rettungsleitstelle alarmiert und waren in kürzester Zeit an der Unfallstelle.

Dort fanden sie den 46-Jährigen, der laut Grünwald „halb im Wasser, halb am Ufer war“. Die drei Wasserwacht-Helfer setzten sofort mit der Reanimation ein. Zwei Passanten unterstützten sie nach Kräften. „Die Spaziergänger haben sofort mit angepackt“, sagt Grünwald. Doch alle Soforthilfe kam zu spät. Auch die wenig später eingetroffenen Rotkreuz-Männer sowie der mit dem Rettungshubschrauber gekommene Notarzt aus dem Unfallkrankenhaus Murnau konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Während sich Sanitäter und Arzt um den zweiten, am Ufer sitzenden Taucher kümmerten, hatten die Wasserwacht-Mitglieder den dritten Wassersportler entdeckt. Er war noch im Wasser – in einer Tiefe von vier bis fünf Metern. „Dank des ruhigen Wassers war er schnell auszumachen“, sagt Grünwald. Der Taucher hatte offenbar eine sogenannte Dekopause eingelegt. Ohne diese Dekompression kommt es nach einem Notaufstieg bei Tauchern meist zu gesundheitlichen Problemen.

Das Rote Kreuz brachte die beiden überlebenden Taucher wenig später in das Unfallkrankenhaus Murnau, wo sie in der Druckkammer behandelt wurden. Die beiden Männer, deren Personalien bei Redaktionsschluss noch nicht feststanden, kamen offenbar mit dem Schrecken davon. Sie erlitten wohl nur leichte Verletzungen.

Alois Ostler

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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