Männer vor Boot der Wasserwacht
+
Auf Höhe des Steinbruchs am Südufer des Walchensee waren am Samstag zwei Taucher in Schwierigkeiten geraten. Da zunächst keine Personenzahl feststand, wurde ein Großalarm ausgelöst.

Notaufstieg nötig

Großalarm am Walchensee: Taucherin gerät in 30 Meter Tiefe in Not - Frau bewusstlos geborgen

Eine Menge zu tun hatte die Wasserwacht am Walchensee am Allerheiligen-Wochenende. Der dramatischste Einsatz: Zwei Taucher kamen am Steinbruch in Schwierigkeiten und mussten einen Notaufstieg wagen.

  • Da die Personenzahl der verunglückten Taucher nicht feststand, wurde zunächst Großalarm ausgelöst.
  • 52-Jährige geriet in 30 bis 40 Metern Tiefe in Schwierigkeiten und startete einen Notaufstieg. Ihr Partner folgte ihr.
  • Frau trieb zunächst bewusstlos an der Wasseroberfläche. Beide Taucher wurden nach Murnau geflogen.

Walchensee – Es wurde schon dunkel, als am Samstag gegen 17.10 Uhr die Leitstelle von Radlern am Südufer von einem Tauchunfall mit unbekannter Personenzahl alarmiert wurden. Das bedeutete Großalarm und entsprechend groß war das Aufgebot von Rettungskräften, die sich auf den Weg machten. Sankas aus Penzberg, Mittenwald und Kochel, Notärzte, der Hubschrauber aus Murnau, dazu Wasserwachten aus Walchensee, Tölz, Wallgau, Krün, Kochel und sogar vom Staffelsee.

Was war passiert? Alois Grünwald von der Wasserwacht Walchensee, der den Einsatz leitete, berichtet, dass ein 53-jähriger Taucher aus Lenggries-Fleck mit seiner 52-jährigen Tauchpartnerin aus Wenden (Nordrhein-Westfalen) auf Höhe des Steinbruchs zwischen Altlach und Niedernach in Schwierigkeiten geraten war. An der Stelle fällt eine Felswand rund 40 Meter ab. Gerade jetzt im Herbst, da der See ruhig ist und gute Sichtverhältnisse bietet, ein schönes Tauchziel.

Offenbar hatte die Frau technische Schwierigkeiten und leitete aus 30 bis 40 Metern Tiefe einen Notaufstieg ein. Ihr Partner folgte ihr.

Walchensee: Notaufstieg - Taucher hatten Glück im Unglück

Glück im Unglück: Sie seien, sagt Alois Grünwald, zeitlich noch in der Phase gewesen, wo keine Dekompression-Stopps einzuhalten sind. Dennoch sei ein Notaufstieg immer gefährlich. Das zeigte sich in dem Fall daran, dass die Taucherin an der Oberfläche bewusstlos war. Ihr Partner konnte sich noch ans Ufer kämpfen. Auf Befragen bestätigte er schließlich den Rettern, dass es sich nur um zwei Personen handelt. Erst dann konnte der Großeinsatz abgeblasen werden.

Die Wasserwachtler brachten die Frau an Land. Sie gewann auch ihr Bewusstsein wieder. Beide Taucher wurden nach der Erstversorgung durch den Notarzt vom Hubschrauber zur weiteren Untersuchung Christoph nach Murnau geflogen.

Walchensee: Viel Arbeit am Allerheiligen-Wochenende - Drei Einsätze für die Wasserwacht an einem Tag

Bereits am Vormittag hatte die Wasserwacht einen Urlauber aus Heidenheim mit Verdacht auf Herzinfarkt auf der Halbinsel Zwergern versorgt.

Mittags mussten die Wasserwachtler ausrücken, um einen kleinen Katamaran zu bergen, der sich in dem derzeit ungewohnt vollen See losgerissen hatte. Von Christoph Schnitzer

Lesen Sie auch: Der Walchensee ist kein einfaches Tauchrevier. Im Oktober 2018 starb ein Münchner.

Erinnerungen an die Integrierte Gemeinde am Walchensee

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare