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Die Vier von der Baustelle: Thomas Richter (Gastro-Chef), Andreas Forstner (Braumeister) sowie Andreas Binder und Monika Weber-Binder mit Bierkrügeln vor ihrem eingerüsteten „Brau- und Volkskunsthaus“ am Vichy-Platz. 

Wirtshaus im alten Stil

Tölzer „Binder-Bräu“ eröffnet im Frühjahr

Bad Tölz - Wann macht denn der „Binder-Bräu“ jetzt endlich auf? Die Tölzer müssen sich noch ein bisschen gedulden. Im Frühjahr 2015 soll das Wirtshaus eröffnet werden. Es tut sich aber viel. Braumeister und gastronomischer Betriebsleiter sind gefunden. Und das Gaststättenkonzept schält sich immer mehr heraus.

Das ehemalige Haus an der Sonne (Baujahr 1913) musste praktisch völlig entkernt werden, um die Idee eines „Brau- und Volkskunsthauses“ mit Museum, Brauerei, Wirtschaft und Café verwirklichen zu können. Die alte Bausubstanz sorgte dabei immer wieder für Überraschungen und Verzögerungen. Es schaut aber gut aus, dass Wirtshaus und Brauerei am Vichy-Platz im Frühjahr 2015 eröffnet werden.

Auf dem Weg dahin haben die Eigentümer, Andreas Binder und seine Frau Monika Weber-Binder, zwei wichtige Personalentscheidungen getroffen. Andreas Forstner (41) wird der Braumeister des Binderbräus sein. Der Otterfinger hat noch im Tölzer Grünerbräu gelernt und später als Meister jahrelang beim vormaligen Holzkirchner Oberbräu gearbeitet. Ein Helles, ein Weißes, ein Dunkles – alle unfiltriert – sollen die Standardmarken werden. Dazu saisonale Biere, die auch auf eine sehr spezielle Speisekarte abgestimmt sind.

Neben Forstner ist Thomas Richter (47) zu nennen. Der gastronomische Betriebsleiter stammt von Amrum, lebt aber schon lange in Bayern, jetzt in Tölz, und hat sich seine Sporen im „Alten Wirth“ Gelting, im „Käfer“ Wiesbaden und „Wirtshaus in der Au“ verdient.

Im Binder-Bräu wird es spezielle und vergessene Rezepte aus alten Kochbüchern geben. Auf der Speisekarte stehen hausgemachte Hopfennudeln, Biersuppe und Trebernbrot.

Einmal in der Woche wird – auf Wunsch auch von Gästen – ein Holzfassl angestochen. Wer will kann dann – wie es einst üblich war – Bierzeichen erwerben und sich in Zweiliter-Krügel Bier nach Haus mitnehmen. Die Ideenschmiede des Binder-Bräus hat ferner ein Adventsstandl kreiert, das im Dezember vor dem Haus Passanten mit Bierpunsch und kleinen Spezialitäten den Mund wässrig machen soll. cs

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