Die Tölzer Quellen sind versiegt, bevor sie gesprudelt haben. Der Stadtrat lehnt einen Millionenzuschuss ab.

Das Aus für die Tölzer Quellen

Bad Tölz - Mit 18:6 Stimmen, also mit klarer Mehrheit, hat der Tölzer Stadtrat am Dienstag einen Millionenzuschuss für einen Wellness-Bereich „Tölzer Quellen“ im Alpamare abgelehnt.

Jod AG-Chef Dr. Anton Hoefter reagierte sichtlich verärgert. „Wenn wir zu sind, dann viel Spaß“, entfuhr es dem sonst stets sehr beherrscht auftretenden Hoefter, als er mit weiten Schritten dem Saalausgang zustrebte. Ansonsten wollte er die Entscheidung nicht weiter kommentieren. Alpamare-Chef Stefan Anselm wurde deutlicher: „Ob die Stadträte wissen, dass es da um 200 Arbeitsplätze geht?"

Es ging ums Geld, um Sicherheiten und rechtliche Bedenken. Mehrere Stadträte verwiesen auf das für den Landkreis vernichtende Gerichtsurteil in Sachen DTK – auch ein wirtschaftliches Engagement der öffentlichen Hand.

Ein städtischer Zuschuss, das hatte ein Gutachten ergeben, ist kommunalrechtlich unzulässig. Wenn überhaupt, so rieten die Juristen, dann müsse der städtischen Wirtschaftsförderung beispielsweise eine Erhöhung des Aktienanteils an der Jod AG gegenüberstehen. „Mehr Geld, mehr Mitsprache“, brachte dies Grünen-Sprecher Franz Mayer auf den Punkt.

Dazu war und ist die Jod AG aber grundsätzlich nicht bereit. Etwa aus Rücksicht auf die anderen Aktionäre. Vereinfacht gesagt: Es könne nicht AG-Interesse sein, die Stadt stärker zu beteiligen, wenn es ihr nur um Betriebssicherheit gehe. (chs)

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