Unfall
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Auf der A 95 kam es zu mehreren Unfällen wegen winterlichen Verhältnissen auf der Fahrbahn.

Graupelschauer machen Fahrbahn rutschig

Mehrere Glätteunfälle auf der A 95: Wintereinbruch macht Autofahrern zu schaffen - zwei Menschen verletzt

  • Thomas Eldersch
    VonThomas Eldersch
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Winterliche Verhältnisse auf der A 95 sorgten am Mittwochmorgen für schwierige Straßenverhältnisse. Gleich mehrmals krachte es und zwei Menschen wurden verletzt.

Landkreis - Der erste Kälteeinbruch der neuen Saison führte auf der A 95 zu winterlichen Verhältnissen und zu mehreren Unfällen. Gleich dreimal krachte es in der Nähe der Anschlussstelle Seeshaupt. Starker Graupelschauer beziehungsweise hagelartiger Regen überraschte die Autofahrer und macht die Fahrbahn spiegelglatt.

Unfälle auf der A 95: Zahlreiche Einsatzkräfte waren am Mittwochmorgen gefordert

Wie die Verkehrspolizei Weilheim in ihrer Pressemitteilung schreibt, krachte es gleich dreimal in kürzester Zeit auf der A 95. Alle Unfallstellen lagen nur wenige Meter auseinander. Grund war der plötzlich einsetzende Graupelschauer etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Seeshaupt. Viele Autofahrer waren noch mit ihren Sommerreifen unterwegs und hatten auf der glatten Straße keine Chance ihr Fahrzeug zu kontrollieren. Außerdem passten die Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit wohl nicht den schwierigen Wetterverhältnissen an.

Alle Unfälle ereigneten sich in Fahrrichtung Garmisch-Partenkirchen, schreibt die Polizei. Dabei kam nach ersten Schätzungen eine Gesamtschadenssumme von 30.000 Euro zusammen. Die Autobahn musste zwischen den Anschlussstellen Wolfratshausen und Seeshaupt für etwa eine Stunde gesperrt werden. Eine Umleitung über Eurasburg und Beuerberg wurde eingerichtet. Erst um 8.50 Uhr konnte der Verkehr wieder störungsfrei fließen. Dennoch kam es im Berufsverkehr zu langen Staus. Im Einsatz waren drei Streifen der Verkehrspolizei Weilheim, eine Streife der PI Wolfratshausen, 30 Helfer der Feuerwehren aus Münsing, Wolfratshausen und Bad Tölz sowie zwei Notärzte, fünf Rettungswagen und ein Einsatzleiterfahrzeug des Rettungsdienstes.

Unfälle auf der A 95: Skoda-Fahrerin kracht in Mittelleitschutzplanke

Die Polizei fasste die Unfälle in ihrer Mitteilung noch einmal in Kürze zusammen. Eine 29-Jährige aus der Region Penzberg kam wohl ohne Einfluss anderer Verkehrsteilnehmer mit ihrem Skoda Rapid ins Schleudern und krachte zweimal in die Mittelleitplanke. Sie wurde durch den Aufprall leicht verletzt und anschließend vom Rettungsdienst versorgt. Ihr Auto bewegte sich ohne fremde Hilfe keinen Meter mehr und musste abgeschleppt werden. Die gesamte linke Seite des Rapid wurde bei dem Unfall beschädigt. Es entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden an dem Auto von etwa 5000 Euro. Den Schaden an der Leitplanke beziffert die Polizei auf rund 500 Euro.

Kurz dahinter ereignete sich wenig später ein weiterer Unfall. Ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck fuhr mit seinem Mercedes Vito auf der linken Fahrspur, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Transporter begann sich auf der spiegelglatten Straße zu drehen und rutsche gegen den Fiat Panda einer Münchnerin (31), die auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war. Beide Autos kamen anschließend auf dem Standstreifen zum Stehen. Alle Fahrzeuginsassen blieben bei der Kollision unverletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von etwa 3000 Euro.

Unfälle auf der A 95: Polizei appelliert Autofahrer

Nur ein Stück weiter krachte es ein drittes Mal. Eine 53-jährige Münchnerin war mit ihrem Opel Astra unterwegs, als auch sie die Kontrolle über ihren Wagen verlor und rechts von der Straße abkam. Sie prallte gegen die Leitplanke und zog sich leichte Verletzungen zu. Auch sie wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Opel erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden von rund 15.000 Euro und musste abgeschleppt werden. Die Schäden an der Leitplanke beziffert die Polizei mit etwa 1000 Euro.

Ihre Meldung beendete die Polizei mit einem Appell an alle Autofahrer. Inzwischen sei es an der Zeit, die Autos auf Winterreifen zu betten. Außerdem sollten die Verkehrsteilnehmer immer ihre Geschwindigkeit und ihren Fahrstil an die jeweiligen Straßenverhältnisse anpassen. (tel)

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