Übergabe: Bürgerinitiaven-Sprecher Klaus Flaschberger (li.) überreicht Bürgermeister Hans Schneil die Unterschriften der Mobilfunkgegner. ps

387 Unterschriften gegen Mobilfunkmast

Sachsenkam - 387 Unterschriften haben die Gegner eines Sendemasts am Wertstoffhof in Sachsenkam gesammelt. Einige Bürger sollen dazu genötigt worden sein.

Vor der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend übergab der Sprecher der Bürgerinitiative Klaus Flaschberger die gesammelten Unterschriften an den Sachsenkamer Bürgermeister Hans Schneil.

Gleichzeitig überreichte er dem Sachsenkamer Bürgermeister eine schriftliche Zusammenfassung der Maßnahmen, die aufgrund der Erkenntnisse aus der Infoveranstaltung am vergangenen Freitag notwendig sind, um das „Ja“ für den Standort Wertstoffhof aus der Novembersitzung zurückzunehmen und gleichzeitig Zeit zu gewinnen, um nach einen Standort zu suchen, der weiter von der Wohnbebauung entfernt ist. Zunächst müsse der Beschluss zurückgenommen und anschließend eine Veränderungssperre für den in Frage kommenden Bereich an der B 13 erlassen werden. Die Kosten für die Erstellung eines Mobilfunk-Vorsorgekonzepts schätzt Flaschberger auf bis zus 7000 Euro.

Bürgermeister Hans Schneil nahm die gesammelten Unterschriften entgegen und versprach das Thema in der nächsten Sitzung im Januar erneut zu behandeln. Unterschrieben sei noch nichts.

Kritisch setzte sich Schneil aber mit der Art und Weise, wie die Unterschriften gesammelt wurden, auseinander. „Ich habe gehört, dass beim Hobbymarkt des Kindergartens einige Bürger genötigt wurden, die Unterschrift zu leisten, um ins Rathaus zu kommen“. Einige haben gar nicht gewusst, was sie da überhaupt unterschreiben. „So geht das nicht.“

Flaschberger entschuldigte sich für die Vorkommnisse, die ihm nicht bekannt gewesen seien. Er räumte außerdem ein, dass bei den Unterschriften auch solche von Bürgern sind, die nicht in Sachsenkam wohnen. ps

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