Verkauf der Lenggrieser Kaserne war "kein Debakel"

Lenggries - Der Verkauf der Lenggrieser Kaserne an zwei private Investoren war am Mittwoch auch Thema bei der Jahresversammlung der CSU.

Bürgermeister Werner Weindl erläuterte noch einmal seine Position in Sachen Kaserne. Vereinzelt sei er gefragt worden, warum die Gemeinde die Liegenschaft nicht gekauft habe. "Wir hätten die Kaserne nie zu dem Preis bekommen wie die privaten Investoren. Wer etwas anderes behauptet, sagt die Unwahrheit", so Weindl. Und selbst wenn es ein Vorkaufsrecht gegeben hätte, "hätte ich die Kaserne nicht gekauft". Die Gebäude seien mit DDT, Lindan und Asbest belastet, die Schadstoffe im Boden noch nicht einmal untersucht. Da könne Dr. Peter Wasner - einer der Käufer - noch so oft sagen, dass das alles nicht so tragisch sei. Aber die Altlasten müssten für viel Geld saniert werden.

Der Bürgermeister wundert sich generell über Wasners Ausführungen zum Nutzungskonzept der Investoren. "Das stammt allein vom zweiten Käufer, und da legt Arcavest auch Wert drauf." Mit diesem Grobkonzept wolle sich der Gemeinderat intensiv auseinandersetzen. Vorgesehen sind eine Schule, ein Hotel, Chalets und Appartements. Allerdings fehlten noch Details: "Wer soll Betreiber des Hotels sein, wie groß soll es werden? Kann man es wirtschaftlich betreiben? Wer betreibt die Schule?" Sobald alle Fragen beantwortet sind, werde die Ortsentwicklungsstudie überarbeitet. "Und das wird zeigen, ob das Konzept verträglich ist oder nicht." Generell könne er, sagte Weindl mit Blick auf eine Äußerung der SPD, in der ganzen Entwicklung in Sachen Kaserne "kein Debakel erkennen". (va)

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