Vorbildlich: Landkreis vergibt Umweltpreise

Bad Tölz - Zum 10. Mal verlieh der Landkreis den Umweltpreis: Ausgezeichnet wurden dieses Mal zwei energetische Sanierungsprojekte und das Team, das den Münsinger Schulgarten realisiert hatte.

Landrat Josef Niedermaier fand, dass der Kreis mit seiner Entscheidung, Ökologie und Bauen in den Mittelpunkt der Ausschreibung zu stellen, „den Nagel auf den Kopf getroffen hat“. Das Thema Energiewende sei in aller Munde. Möglich sei die aber nur, wenn es die Gesellschaft schaffe, Energie zu sparen. Daher seien Sanierungsprojekte, wie die ausgezeichneten, so wichtig.

Eines davon ist die Modernisierung des denkmalgeschützten Münsinger Baderschmiedhofes. „Das Haus ist seit 200 Jahren in Familienbesitz. 2008 haben die Eigentümer beschlossen, es so zu sanieren, dass sie es guten Gewissens an die nächste Generation weitergeben können“, sagte Laudator und Architekt Bernhard Landbrecht. Gemeinsam sei es den Bauherrn - der Familie Settele - und dem Architekturbüro Kortyka und Partner gelungen, den Hof zu modernisieren, ohne dass der Charakter verloren ging.

Eine „bemerkenswerte Planung“ und „hervorragende Umsetzung“ attestierte der Tölzer Bürgermeister Josef Janker Architekt Wendelin Lichtblau. Er hatte wie berichtet das von Achim Bürklin gekaufte ehemalige Grünerbräu-Gebäude umgebaut und zu einem energetischen Vorzeigeobjekt entwickelt. „Heute hat das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert fast den Standard eines Niedrig-Energiehauses“, lobte Janker.

Münsings Bürgermeister Michael Grasl stellte den dritten Preisträger vor: das Projektteam Schulgartenplanung Münsing und das Jugendteam des Gartenbauvereins. Wie bei den anderen Projekten, wurden im Hintergrund Fotos gezeigt. „Die Bilder sprechen für sich“, sagt Grasl mit Blick auf die bunten Impression - vom Weidentipi bis zum Gemüsegarten. Ein „Pausentraum“ sei verwirklicht worden. „Mit dem Projekt hat sich die ganze Gemeinde identifiziert.“

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