Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet
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Durch das Spalier der Antlaßschützenkompanie Wackersberg marschierten die Teilnehmer des Kirchenzugs beim Festtag der Veteranen. Die Fahnenabordnung des Jubiläumsvereins führte den Einmarsch in die Pfarrkirche an.  

Feier in Wackersberg

150 Jahre Veteranenverein: Kleiner Rahmen für großes Jubiläum

Kein Wetterglück hatte der Veteranen- und Militärverein Wackersberg zur Feier des 150-jährigen Gründungsjubiläums.

Wackersberg   So konnte am Samstag nicht wie geplant beim „Altwirt“ ein Gartenfest abgehalten werden. Der Kameradschaftsabend im historischen Wirtssaal war jedoch gut besucht und wurde vom „Griabigen Haufen“ musikalisch bestens umrahmt. Auch am Sonntag gab es kein Erbarmen von Petrus. Die himmlischen Schleusen blieben geöffnet.

Der Kirchenzug zur Pestkapelle samt Festgottesdienst auf dem bereits errichteten Feldaltar vor der kleinen Kapelle in Lehen entfielen. Stattdessen ging es, angeführt von Tambour, Musikkapelle und Antlaßschützenkompanie zur Pfarrkirche. Locker reichten dort die Plätze für die Gottesdienstbesucher. Das Schmuddelwetter machte sich deutlich bemerkbar. Von den geladenen Nachbarvereinen und Abordnungen der Ortsvereine aber waren zumindest alle erschienen, denen Pfarrer Leo Sobik die Frage stellte: „Soll angesichts der unruhigen Weltlage mit Terror, Hunger, Ungerechtigkeit und Krieg überhaupt gefeiert werden?“ Doch der Geistliche hatte dafür selbst die Antwort parat: „Natürlich. Friedliche Akzente setzen, ist da besonders wichtig.“ Dass solche Festtage bei uns traditionell mit einem Gottesdienst beginnen, ist für Sobik unverzichtbar: „Diejenigen, die beten, tun mehr für den Frieden, als jene die kämpfen.“ Frieden bezeichnete der Pfarrer als persönliche Aufgabe eines jeden einzelnen: „Es nutzt nichts, von Friedensdemo zu Friedensdemo zu rennen, wenn in den eigenen vier Wänden der Hausfrieden schief hängt.“

Mit einem Festzug um das Dorf ging es nach dem Schlusssegen weiter. Am Kriegerdenkmal wurde im Gebet und beim „Guten Kameraden“ der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege gedacht. Nach einer Ehrensalve der Antlaßschützen führte der Weg schließlich zum „Altwirt“. In einer Kutsche dabei: Ehrenvorstand Sepp Willibald, der 24 Jahre Veteranenvorstand gewesen ist, Karl Amann, mit 97 Jahren ältestes Mitglied des Vereins und Kriegsteilnehmer, Nikolaus Riesch („Bachbauer“), ebenfalls Kriegsteilnehmer sowie Leonhard Potzler, 26 Jahre Veteranen-Fähnrich.

Vorstand Michael Singer bedankte sich im Festsaal bei allen Teilnehmern und Gästen. Ganz besonders bei den Abordnungen der Veteranenvereine aus Fischbach, Gaißach, Bad Tölz, der Jachenau und dem Patenverein Lenggries. Kurz hielt Singer dann noch Rückschau auf die Vereinsgeschichte und wünschte allen, „weiter in Frieden leben zu dürfen.“ Die Musikkapelle Wackersberg sorgte noch für einige unterhaltsame Stunden eines 150. Geburtstags, der neben besserem Wetter auch mehr Zuspruch verdient gehabt hätte. 

Hans Demmel

Wackersberger Veteranen-Jubiläum: Bilder

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