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Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurden (ab 2. v. li.) Mathias Hinterholzer und Hans Gerold. Seit 30 Jahren aktiv sind Florian Krinner, Thomas Seidl und Josef Schauer. Kreisbrandrat Karl Murböck und Vorstand Hans Haas (li.) bedankten sich für das langjährige Engagement.

Fischbacher Feuerwehr

16 Einsätze und eine Anfeindung

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte die Fischbacher Feuerwehr bei ihrer Hauptversammlung im Gasthaus Fischbach zurück.

Fischbach Die Zahl der Einsätze und der Übungen hielten sich bei der Fischbacher Feuerwehr im zurückliegenden Jahr im Gleichgewicht: 16-mal wurde die Hilfe der Floriansjünger angefordert, genauso oft traf man sich zu Übungen und Schulungen. Wobei bei den Ernstfällen – anders als in den vergangenen Jahren – kein Brand bekämpft werden musste. Stattdessen waren 13-mal technische Hilfeleistung notwendig, zwei Sicherheitswachen und eine Verkehrslenkung.

Auf das Jahr zurück blickte jüngst Kommandant Florian Krinner in der Jahresversammlung der ehrenamtlichen Hilfsorganisation im Gasthaus Fischbach. Bei einigen Verkehrsunfällen musste die Unfallstelle abgesichert, aufgeräumt und Öl gebunden werden. Dazu kam die Beseitigung von vom Sturm umgeworfener Bäume sowie ein verstopftes Abwasserrohr in einer Wohnung.

Einmal kam es dabei auch zu einer Begegnung mit einem wenig wohlgesonnenen Zeitgenossen. Man höre ja öfter von Anfeindungen gegenüber den Rettungskräften, und „auch bei unserer Wehr war das nicht das erste Vorkommnis dieser Art“, stellte Krinner fest. „Es sind Einzelfälle, die jedoch einen Umbruch in unserer Gesellschaft aufzeigen. Wir werden uns damit auseinandersetzen, aber weiterhin unseren Dienst für die Allgemeinheit tun.“

Im Jahres-Übungsplan enthalten waren Gemeinschaftsübungen sowohl mit den Feuerwehren Wackersberg und Arzbach sowie einmal mit den benachbarten Wehren von Oberbuchen, Schönrain und Heilbrunn oder auch Königsdorf und Osterhofen. Kreisbrandrat Karl Murböck lobte dieses gemeinsame Training. „Denn es ist gut, wenn man die Leute und die Gerätschaften der anderen kennt.“ Im Ernstfall würden Hilfesuchende meist professionelles Handeln erwarten, „da sind die Ansprüche oft groß“. Einweisung gab es zudem für den Umgang mit den neuen Atemschutzgeräten – sie waren angeschafft worden, nachdem es für die alten keine Ersatzteile mehr gab. Um die neue Ausrüstung optimal unterzubringen, mussten an beiden Fahrzeugen Umbauten vorgenommen werden.

Wesentlich für die Feuerwehr ist aber auch, bei den Jugendlichen Interesse für den freiwilligen Dienst zu wecken. Aktuell sind bei der Oberfischbacher Wehr 63 Aktive und zwei Jugendfeuerwehr-Anwärter verzeichnet.

Nicht zufrieden war Vorstand Hans Haas mit der Resonanz beim Feuerwehr-Faschingsball. „Da müssen wir uns vor der nächsten Auflage Gedanken machen, wie wir das managen.“

Zu den üblichen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft kam diesmal noch eine außergewöhnliche dazu: Martin Heimgreiter, der von 1973 bis 2016 bei den jährlich abwechselnden Christbaumfeiern der Feuerwehr und des Veteranenvereins „mit leidenschaftlichem Einsatz“ als Versteigerer fungiert hatte, bekam als Dankeschön ein bestücktes (frisches) Christbaum-Astl.

Rosi Bauer

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