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Startelf: 1967 waren die Gründer der „Grashoppers Fischbach“ zugleich die Spieler der Mannschaft. Unser Bild zeigt sie nach dem Gewinn des 2. Platzes im „Streibl-Pokal“ (hi., v. li.): Hans Würmseer, Peter Schubert, Georg Neukirchner, Lorenz Kinshofer Raimund Prommersberger, Wolfgang Breitwieser sowie (vo. v. li.) Anton Heimgreiter, Hans Kinshofer, Franz Kinshofer, Rudi Sackrenz und Otto Lachner.

50 Jahre Grashoppers: Gründungsväter wollen es wissen

Zum Gründungsjubiläum empfängt die Fischbacher Hobbymannschaft das AH-Team des TSV 1860. Nach der Show-Einlage gibt es einen Festabend.

Wackersberg/Fischbach – Es waren unruhige Zeiten seinerzeit im Jahr 1967, als der Vietnam-Krieg tobte und in Berlin heftige Demonstrationen gegen den Schah von Persien stattfanden. Spannend aber war auch das Fernsehen, das vor 50 Jahren erstmals in Farbe ausgestrahlt wurde. Weitaus ruhiger ging es in den damals noch selbstständigen Gemeinden Ober- und Unterfischbach in der heutigen Gemeinde Wackersberg zu, wo sich die Hobby-Fußballer zwar mehrmals in turbulenten aber fairen Spielen auf abgemähten Wiesen gegenüberstanden, aber dann doch beschlossen, ein gemeinsames Team zu bilden. In Anlehnung an einen Züricher Verein gab man sich aus einer Laune heraus den „glorreichen“ Namen Grashoppers.

Damals wurden viele Hobby-, Firmen- und Stammtisch-Mannschaften im Südlandkreis gegründet, die irgendwann aber wieder verschwanden. Doch die Grashoppers blieben treu zusammen und spielen heute, fünf Jahrzehnte beziehungsweise zwei Generationen später, immer noch – inzwischen gegen Gegner aus der ganzen Region und sogar gegen ausländische Hobby-Mannschaften.

Am Samstag, 12. August, feiern die Grashoppers auf dem Sportplatz in der Leitzinger Au ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Turnier (Beginn 13 Uhr), zu dem sich bereits acht Mannschaften angemeldet haben und anschließend mit einem Festabend (19.30 Uhr) im Zelt nebenan. Alle noch lebenden Gründungsmitglieder, inzwischen in Ehren ergraut, werden dabei sein.

Sportlicher Höhepunkt des Turniers wird als „Show-Einlage“ um 17 Uhr ein Spiel der heutigen Grashoppers gegen die Altherren-Mannschaft (AH) des TSV 1860 München sein, hinter denen eine ganze Reihe namhafter Namen aus den glorreicheren Zeiten der „Sechziger“ zu finden sind. Wer nach zweimal 30 Minuten als Sieger vom Platz gehen wird, braucht wohl nicht erwähnt werden. Allein schon gegen ein solches Team aus Anlass des Jubiläums spielen zu dürfen, ist für die Grashoppers Ehre genug.

Abends wird man sich dann der früheren Zeiten erinnern, als die Grashoppers noch keinen richtigen Sportplatz hatten und ihre Spiele immer auswärts austragen mussten, denn in der Leitzinger Au beim Training hieß es, über Buckel, Fichtenkoppen und um einen Telegrafenmasten zu dribbeln ohne zu stolpern. Doch im ersten Jahr schafften die Ober/Unterfischbacher im Landjugendpokal, der damals nach dem Spender und späteren Ministerpräsidenten „Streibl-Pokal“ hieß, den zweiten Platz. Ein Jahr später gewann man sogar den damals begehrten Pokal. Zwei Jahre später konnte mit viel Eigenleistung und mit Unterstützung der Gemeinde der eigene Sportplatz in der Leitzinger Au in Betrieb genommen werden. Es gibt aus jener Zeit viele Anekdoten, die in der von Georg Schöffmann zusammengestellten Chronik aufgelistet sind und von denen sicher einige beim Jubiläumstreffen zur Sprache kommen werden.

Tags drauf findet neben dem Sportplatz, organisiert vom Fischbacher Veteranen- und Reservistenverein, ein Auto-, Motorrad- und Traktoren-Oldtimertreffen statt. Beginn ist um 10 Uhr. Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die 30 Jahre und älter sind. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wolfgang Breitwieser

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