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Fahrspaß für Jung und Alt: Zum neunten Mal werden die Bayerischen Meisterschaften im Bockerlfahren am Blomberg ausgetragen.

Wettbewerb am Blomberg

Am Sonntag ist wieder Bockerl-Meisterschaft: Dreiradfahren mal anders

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Auf die Bockerl, fertig los: Bereits zum neunten Mal finden am Sonntag, 8. Oktober, auf dem Blomberg die Bayerischen Meisterschaften in dieser immer noch recht unbekannten Sportart statt.

Wackersberg – Die über 50 Mitglieder des „Bockerlclub Isarwinkel“ hoffen auf zahlreiche Zuschauer, denen sie ihr Hobby näherbringen wollen.

Bis zu 200 Fans säumten in der Vergangenheit die Forststraße am Blomberg. Dort werden sich am Sonntag um 11 Uhr wieder die ersten Teilnehmer auf die Bockerl setzen. Dabei handelt es sich im Endeffekt um handliche Sommerrodel. Deshalb ist der Bockerlclub Isarwinkel auch ein vollwertiges Mitglied des Bayerischen Bob- und Schlittenverbands. Wie beim Rodeln können die Bockerl mit ihren drei Rädern sehr schnell werden: Mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern rasen die Teilnehmer die über drei Kilometer lange Schotterpiste hinab und überwinden dabei 320 Höhenmeter. Deshalb ist es laut Helmut Floßmann wichtig, Helm, Handschuhe und eine Schutzbrille zu tragen. „Man kann zum Beispiel eine alte Skibrille nehmen“, sagt der Vize-Vorsitzende des Bockerlclubs.

Trotz der hohen Geschwindigkeit kann und darf jeder mitmachen. „Von sechs bis 100 Jahre kann jeder teilnehmen“, sagt Floßmann. Wem es zu schnell wird, der kann die Hydraulik-Bremse am Bockerl betätigen. Für Neulinge stehen Leihbockerl zur Verfügung. Floßmann rechnet mit bis zu 70 Teilnehmern. Unter ihnen wird auch die amtierende Weltmeisterin im Bockerlfahren, Uli Materne aus Bad Tölz, sein. Der Sieger darf sich über einen Porzellan-Löwen freuen, gestiftet von Ministerpräsident Horst Seehofer. Zusätzlich werden viele Sachpreise unter den Teilnehmern verlost. Manche kommen bis aus Österreich oder der Schweiz. Viele aus der Region. Schließlich haben zwei Tölzer das Bockerlfahren erfunden.

17 Jahre ist es jetzt her, dass Thomas Eimansberger und Hans Gschwendtner ihre Idee einer tragbaren Abstiegshilfe verwirklichten. Die Firma Schletter in Haag entwickelte das Sportgerät weiter bis zur Serienreife. Nach Angaben des Vereins treffen sich seither zahlreiche Dreiradfahrer am Blomberg, um sich diesem „unglaublichen Fahrspaß“ hinzugeben. Um freie Fahrt zu haben, finden die Treffen abends statt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann dienstags um 19 Uhr auf den Blomberg-Parkplatz vorbeischauen. Am Renntag können die Teilnehmer bis 10.30 Uhr trainieren.

Anmeldungen

Wer beim Blomberg-Cup an den Start gehen möchte, kann sich entweder vorab per E-Mail anmelden (info@bockerlclub.de) oder am Renntag bis 10.30 Uhr im Rennbüro. Das Rennen findet bei jedem Wetter statt. Weitere Infos im Internet auf www.bockerlclub.de.

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