+
Beim Arzbacher Faschingszug 2009 wurde unter anderem auch die Isarwinkler Brauchtumsschlittenfahrt in Tölz kräftig aufs Korn genommen. 

Die Planungen laufen

Arzbach rüstet sich für Faschingszug 2019

  • schließen

Es wird närrisch in Arzbach: Zehn Jahre nach dem letzten Faschingszug wird sich im Februar wieder ein Gaudiwurm durchs Dorf schlängeln. Ein erstes Treffen verlief schon jetzt sehr erfolgreich.

Arzbach Was für ein Traumtag war der 15. Februar 2009. Es war winterlich kalt, aber die Sonne schien auf die Faschingswägen, die sich von der Längentalstraße aus durch die Hauptstraße in Arzbach bewegten – bestaunt von 6000 bis 7000 Zuschauern. Ob das zu toppen sein wird? „Natürlich sind die Erwartungen hoch“, sagt Michael Raphelt, Vorsitzender des Organisationskomitees. „Damals hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter. Darauf hoffen wir natürlich wieder.“ Denn am 24. Februar 2019 gibt es die nächste Auflage des Arzbacher Faschingszugs.

Bei der ersten Informationsveranstaltung am vergangenen Sonntag waren 100 Interessierte anwesend. Bei Musik und der Darbietung einer Garde ging es aber auch ums Organisatorische. „Wir haben gesagt, wie wir vom Komitee uns den Ablauf vorstellen“, sagt Raphelt. Geplant ist eine Zugnummernverlosung am Freitag vor dem Umzug mit einem „Warm-Up“, also einer Party. Außerdem wurde der Verein „Maschkera Arzbach“ neu gegründet.

Blick ins Archiv: Das war der Faschingszug 2009

Für den Umzugstag wird ein Bierzelt am Feuerwehr-Haus aufgestellt. Dort können die Zugteilnehmer nach Abschluss des Gaudiwurms zusammenkommen. Die Route wird die gleiche sein, wie vor zehn Jahren. „Die Stände rund um die Strecke werden wir wieder an Vereine und Organisationen vergeben“, sagt Raphelt, der bereits zum dritten Mal beim Arzbacher Faschingszug mithilft – seit dieser 1999 wieder ins Leben gerufen wurde.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Zug lagen nämlich 39 Jahre. 1960 gab es zum ersten Mal ein närrisches Treiben im Dorf, dann 1999 und 2009. „Wir haben damals beschlossen, dass es den Zug nur alle zehn Jahre geben soll“, sagt Raphelt. „Wenn man ihn jedes Jahr machen würde, würde er sich tot laufen.“

Allerdings gab es diesmal ein paar Anlaufschwierigkeiten. „Es sind einige Mitglieder des Komitees ausgeschieden. Aber es haben sich neue, junge gefunden, die aktiv am Dorfleben teilhaben. Wir haben eine gute Truppe beieinander.“ Unterstützung gibt es von der Feuerwehr, der Musik, der Gemeinde. „Das ganze Dorf fühlt sich angesprochen.“ Aber auch aus den umliegenden Gemeinden werden Blaskapellen mit von der Partie sein.

Einige Interessierte haben sich bereits gemeldet, die einen Wagen bauen möchten. Für sie wird es in Kürze Informationen aus erster Hand von einem TÜV-Ansprechpartner geben, was sie zu beachten haben. Denn Sicherheit steht an oberster Stelle. „Unser Konzept von vor zehn Jahren hat aber eigentlich bereits den heutigen Forderungen des Landratsamts entsprochen“, sagt Raphelt.

Bei den Motiven haben die Teilnehmer freie Hand, „wenn es aber unpassend ist, haben wir die Freiheit, den Wagen rauszunehmen“, sagt Raphelt. Die Themen müssen vorher bekannt gegeben werden, auch bei der TÜV-Prüfung am Tag vorher könnte das Komitee notfalls reagieren.

Der ganze Erlös des Zuges soll in einen Topf kommen. „Je nach Unkosten werden wir die Einnahmen dann hinterher aufteilen“, sagt Raphelt, für den zusammen mit dem Komitee die richtige Arbeit nun beginnt. In einigen Sitzungen werden sich die acht Organisatoren besprechen, es sind aber auch mehrere öffentliche Veranstaltungen geplant.

Wenn das Wetter am 24. Februar 2019 so traumhaft wäre wir am 15. Februar 2009 – das wäre natürlich perfekt. Aber, so Michael Raphelt: „Wenn alles passt, das ganze Dorf mitzieht und alle zufrieden sind – dann ist es das Wichtigste.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neun Chöre singen in der Basilika: Da wird‘s den Zuhörern warm ums Herz
Neun Chöre, allesamt Mitglieder im Chorverband des Landkreises, sind am Sonntag ins Klosterdorf gekommen und haben gemeinsam eine eindringliche Chorweihnacht gestaltet, …
Neun Chöre singen in der Basilika: Da wird‘s den Zuhörern warm ums Herz
Experten erklären: So vermeidet man  Müll unterm Christbaum
Die Lebensdauer von Geschenkpapier ist kurz. Damit Heiligabend nicht mit einem großen Müllberg unterm Christbaum endet, geben kreative Menschen aus dem Landkreis Tipps.
Experten erklären: So vermeidet man  Müll unterm Christbaum
Falschgeld auf dem Tölzer Christkindlmarkt
Unbekannte haben in den vergangenen Tagen Falschgeld in Bad Tölz in Umlauf gebracht. 
Falschgeld auf dem Tölzer Christkindlmarkt
Outdoor-Whirlpool, Skibob-Stützpunkt, Geldautomat: Das gibt‘s neues am Brauneck
17 Betriebe sind in der „Freizeitarena Brauneck“ zusammgeschlossen. Die Mitglieder trafen sich nun, um die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Am Lenggreiser …
Outdoor-Whirlpool, Skibob-Stützpunkt, Geldautomat: Das gibt‘s neues am Brauneck

Kommentare