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Jetzt wird gebaut im Arzbacher Neubaugebiet

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Von: Melina Staar

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Die Erschließung des neuen Baugebiets kommt voran: Die Randsteine für die künftige Waxensteinstraße sind gesetzt, demnächst wird asphaltiert. Und dann können in Arzbach die Bagger anrollen. © Foto: Arndt Pröhl

Es geht los im Neubaugebiet an der Waxensteinstraße in Arzbach. Der Gemeinderat befasste sich nun mit den ersten Bauanträgen – nicht alle stießen auf positives Echo.

Wackersberg/Arzbach – In Kürze könnten die ersten Bagger in Arzbach anrollen. In der Sitzung am Dienstagabend entschied der Wackersberger Gemeinderat über eine Reihe von Bauanträgen.

Zunächst wurde einstimmig der Satzungsbeschluss für die zweite Änderung des Bebauungsplans gefasst. Bei den meisten Bauanträgen, die dann behandelt wurden, gab es Kleinigkeiten anzumerken: So muss ein Bauwerber den Auslauf seiner Dachrinne an die Versickerungsanlage anschließen, damit das Regenwasser nicht auf die Nachbargrundstücke fließt. Ein anderer hat Stellplätze nachträglich nachgewiesen, bei einem Bauvorhaben kommt eine Terrassen-Überdachung wieder weg. In zwei weiteren Fällen war kein Genehmigungsfreistellungsverfahren möglich, da Balkone und Kellertreppe außerhalb der Baugrenzen lagen. Auch soll eine zwei Meter hohe Schallschutzwand noch einmal vom Landratsamt überprüft werden. Grundsätzlich gab es vom Gemeinderat aber einstimmige Zustimmung für sechs der sieben eingereichten Vorhaben.

Mit einem Fall aber beschäftigten sich die Räte deutlich länger, als mit den anderen. Es geht um ein Gebäude im Mischgebiet des Neubauareals. Hier hat der Antragsteller den Plan eines Gästehauses mit vier Ferienwohnungen eingereicht. Dafür benötigt er die Befreiung von den festgesetzten Baugrenzen. „Der Bauausschuss hat das kritisch gesehen“, berichtete Bürgermeister Jan Göhzold. Vor allem wegen der in einem Mischgebiet zu befürchtenden Immissionen sei ein Gästehaus dort eher ungünstig. „Auch die Stellplatzfrage und der Rahmen der gewerblichen Nutzung sind schwierig.“ Martin März wollte wissen, ob Ferienwohnungen überhaupt als Gewerbe gelten. „Ich sehe das eher als touristische Nutzung“, warf Martin Fischer ein. „Wir müssen wissen, was wir dort haben wollen“, sagte Göhzold. Er fragte, ob eine Vertagung der Entscheidung nicht besser wäre.

Diskussion um Bauanträge: „Ein Gästehaus ist nie zur Debatte gestanden“

Man habe sich doch ausführlich mit den Bewerbungen für das Mischgebiet befasst und gezielt Betriebe ausgewählt, die nach Ansicht der Gemeinde dorthin passen, sagte März. „Der Bauwerber hat sich doch auch beworben. Ein Gästehaus ist nie zur Debatte gestanden.“ Was denn ursprünglich angegeben worden sei, wollte der Rat wissen. In der Bewerbung sei von Lagerflächen und Büros für ein Metallbauunternehmen die Rede gewesen, sagte Göhzold. März sah eine Vorspiegelung falscher Tatsachen durch den Bauwerber vorliegen. Auch Barbara Camelly sah unter diesen Umständen keine Notwendigkeit, die Abstimmung zu verschieben. „Gleich nebenan ist eine Zimmerei. Wenn der im Sommer um 6 Uhr mit der Arbeit beginnt, werden die potenziellen Gäste nicht begeistert sein.“ Einstimmig lehnte der Rat dieses Vorhaben ab.

Möglicherweise gibt es eine dritte Änderung des Bebauungsplans

Noch einmal verschoben wurde hingegen die Entscheidung, ob eine dritte Änderung des Bebauungsplans angestoßen werden soll. Konkret geht es um ein Grundstück, das sich an der Hangkante oberhalb der Alpenbadstraße befindet. Hier möchte nun der Eigentümer wissen, ob er sein geplantes Haus drehen könnte, um somit die Lärmimmissionen zu verringern. Ob zusätzlich noch eine neue Regelung für Balkone und Außentreppen erfolgen soll, soll in der nächsten Sitzung vorgelegt werden.

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