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Die Engstelle der Längentalstraße bereitet den Anwohnern weiterhin Sorge. Derweil belegt ein Gutachten, dass die Straße für das geplante Neubaugebiet nicht unbedingt erweitert werden muss.

Längentalstraße

Bauer: „Hoffe auf Einsicht der Anlieger“

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Längentalstraße auf der Tagesordnung – und keine große Diskussion? So geschehen am Dienstagabend im Wackersberger Gemeinderat. Dafür wurden einige weitere Schritte zum Neubaugebiet beschlossen.

Arzbach – Es war ungewöhnlich: Der Zuhörerraum war zwar gut gefüllt, wie immer, wenn das Thema Längentalstraße auf der Tagesordnung der Gemeinde Wackersberg steht. Aber die hitzigen Diskussionen blieben am Dienstagabend völlig aus.

Wie berichtet soll in Arzbach ein neues Wohngebiet entstehen. Anliegen der Gemeinde ist es, Wohnraum für Einheimische zu schaffen. Seit Bekanntwerden der Pläne regt sich Widerstand. Kernpunkt der Kritik ist in den Augen der Anwohner, dass die Längentalstraße für den zu erwartenden stärkeren Verkehr nicht geeignet ist.

Dass es am Dienstag ruhig blieb, als die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange durchgesprochen wurden, mag unter anderem daran liegen, dass Bürgermeister Alois Bauer die etwa 60 Seiten nicht im Detail durchging. Die knapp 30 Zuhörer verließen nach dem Tagesordnungspunkt sichtlich enttäuscht den Sitzungssaal. „Intransparent“ sei dies alles gewesen, war zu vernehmen.

„Es wiederholt sich vieles“, erklärt Bauer auf Nachfrage, warum er nicht alle Seiten der Stellungnahmen vorgelesen habe. Die Landratsamts-Behörden – Immissionsschutz, Wasser und Boden, Fachliche Ortsplanung, Planungsrecht, Naturschutz – hätten mit ihren Kommentaren im Grunde alle anderen Einwände der insgesamt 23 Träger öffentlicher Belange abgedeckt – und auch die der Anlieger. „Bei den anderen Punkten geht es vielfach nur um Formalien, nichts Sensationelles“, so Bauer.

Wichtiger Punkt ist etwa der Schallschutz: So besteht rund um das neue Baugebiet bereits Gewerbe. „Für die Betriebe darf durch das Baugebiet keine Beeinträchtigung entstehen“, sagte Bauer in der Sitzung. Ein weiteres Gutachten soll auch Tennisplätze, Schwimmbad und Campingplatz schützen. „Es geht hier um leben und leben lassen“, so der Rathauschef.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang wichtig: Juristisch festzusetzen, dass es sich eben um ein Mischgebiet handelt, in dem mit Geräuschen der umliegenden Betriebe zu rechnen ist. Außerdem, dass es zu Lärm- oder Geruchsimmissionen der umliegenden Landwirtschaft kommen kann. Einstimmig segneten die Räte – bis auf Nikolaus Braun, der als Betroffener auch von der Diskussion ausgeschlossen war – alle Stellungnahmen ab.

Zufriedenheit war den Anliegern nicht anzumerken. Sie fühlen ihre Bedenken hinsichtlich der Straße nicht ausreichend gewürdigt. „Die Anwohner wissen nach dem Verkehrsgutachten, dass das Baugebiet kommen wird, egal ob die Straße ausgebaut wird, oder nicht“, sagt Bauer. „Aber uns ist es wichtig, dass wir den Ausbau dennoch versuchen.“ Er hätte dies am liebsten schon erledigt. „Aber manche Anlieger meinen, wenn sie ihre Grundstücke nicht hergeben, kommt das Baugebiet nicht.“ Oder sie würden sich als Verräter gegenüber den anderen Anwohnern fühlen.

Ob es in dieser Sache einen zufriedenstellenden Ausgang für alle Beteiligten geben kann? „Eigentlich müsste es bei allen angekommen sein, dass das Verfahren in Bewegung ist“, so der Bürgermeister. „Wir haben alle Stellungnahmen gewürdigt und konnten die Bedenken entkräften. Die Argumente greifen nicht. Wir haben alles mit Gutachten untermauert. Ich hoffe, dass irgendwann die Einsicht kommt.“

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