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Bogenschützen bleiben vorerst am Buchberg

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Von: Melina Staar

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Darf mit ihren Bogenschützen weiter am Buchberg trainieren: Angelika Thoma.
Darf mit ihren Bogenschützen weiter am Buchberg trainieren: Angelika Thoma. © ARchiv

Wie es mit dem „Buchbergstüberl“ weitergeht, ist auch ein halbes Jahr, nachdem die letzten Wirte in Ruhestand gegangen sind, unklar. Für die dort ansässigen Bogenschützen gibt es zumindest vorerst Grund zum Aufatmen.

Wackersberg – Es liegt ziemlich abgeschieden da, das „Buchbergstüberl“ in Wackersberg. Trotzdem oder gerade deswegen war es immer ein beliebtes Ausflugsziel. Seit etwa einem halben Jahr ist es geschlossen, nachdem die damaligen Betreiber, Petra und Wilhelm Baumgartner, sich in den Ruhestand verabschiedeten (wir haben berichtet). Noch ist unklar, was mit dem Gasthaus und dem Gelände passiert.

Grundstück ist in Privatbesitz: Bis zum Verkauf dürfen die Bogenschützen bleiben

Das Grundstück ist in Privatbesitz. „Der Gemeinde gehört nur der Zufahrtsweg“, informiert Bürgermeister Jan Göhzold auf Nachfrage. Die Bogenschützen seien noch dort und trainierten weiterhin. Das bestätigt Angelika Thoma, Vorsitzende der Wackersberger Bogenschützen, die seit ihrer Gründung 2003 dort ansässig sind. „Wir wissen noch nichts Neues über unser Übungsgelände. Aber wir dürfen auf dem Platz bleiben, bis das Grundstück verkauft wird.“ Das habe die momentane Eigentümerin zugesagt. „Wir müssen sehen, was daraus wird. Am liebsten würden wir natürlich da bleiben.“

Umzug an den Stallauer Weiher gestaltet sich schwierig

Dass sie zumindest vorerst noch dort sein dürfen, sei „sehr schön für uns“. Denn die Bemühungen, mit dem Übungsgelände an den Stallauer Weiher zu ziehen, gestalten sich sehr schwierig. Wie schon für die Isarwinkler Bogenschützen, die ebenfalls gerne dort trainiert hätten, gebe es bürokratische Hindernisse. Es hänge derzeit an einer nicht gegebenen Genehmigung des Landratsamts, so Thoma.

Aber auch aus Sicht der Bogenschützen sei der Platz am Stallauer Weiher nicht so optimal wie am Buchberg, sagt Thoma. „Dort ist deutlich mehr Publikumsverkehr.“ Und wo mehr Menschen seien, könnten sich auch mehr Leute potenziell beschweren.

Mitgliederzahl ist bei den Schützen stabil

Dieses Jahr habe man trotz einiger Beschränkungen gut überstanden, die Mitgliederzahl sei stabil. Auch jetzt für den Winter habe man mit der Montessori-Turnhalle eine Trainingsmöglichkeit. „Bei schönem Wetter sind wir aber immer am Buchberg“, so Thoma. Ursprünglich habe es die Idee eines Austausches mit den Montessori-Schülern gegeben: Der Verein darf im Winter deren Halle nutzen, dafür dürfen die Schüler zum Platz am Buchberg zum Schießen kommen. Durch Corona habe sich das aber bisher noch nicht ergeben.

Ungeimpfte dürfen derzeit nicht auf den Platz

Eine Weile lang durften die Bogenschützen aufgrund der Beschränkungen gar nicht trainieren. Momentan dürfen Ungeimpfte nicht an den Platz. Die Wettbewerbe seien großteils ausgefallen. „Ich warte seit zwei Jahren auf eine Europameisterschaft“, sagt Thoma, die vor vier Jahren selbst den Titel holte.

Momentan sieht sie zumindest das Positive: „So lange wir auf dem Platz bleiben können, ist es gut für uns.“ Dadurch dass das „Buchbergstüberl“ zu ist, entfalle nun allerdings auch die Möglichkeit, dort die sanitären Anlagen zu nutzen oder nach dem Schießen einzukehren. „Dadurch ist alles etwas schwieriger gerade.“

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