+
Fichte wird für Transport zum Flughafen vorbereitet

Eine Fichte aus der Region wird zum Erdinger Moos transportiert 

Ein Wackersberger Christbaum für den Flughafen

  • schließen

Josef Willibald hat die passende Fichte in Wackersberg gefunden. Sie wird bald die Zentralallee am Münchner Flughafen schmücken. 

Wackersberg – Es ist ein größeres und durchaus anspruchsvolles Unterfangen, das gestern am Steinbach im Gemeindegebiet Wackersberg in die heiße Phase ging und heute in aller Frühe fortgesetzt wird: Die Firma Willibald Holzhandel und Holztransport hat zwischen den Ortsteilen Steinbach und Schnait einen Christbaum gefällt, den demnächst ein internationales Publikum bestaunen kann: Die Fichte wird die Zentralallee am Münchner Flughafen zieren.

Regionale Fichte für internationalen Flughafen 

Josef Willibald hat bereits reichlich Christbaum-Erfahrung: In den vergangenen rund 20 Jahren hat sein Unternehmen zirka 15 Bäume an den Flughafen geliefert, und auch den Münchner Marienplatz sowie den Standort an der Berliner Gedächtniskirche beliefert. Heuer wurde Willibald bei Waldbesitzer Leonhard Potzler aus Arzbach fündig: Eine große, gerade gewachsene, dichte Fichte sollte es sein – deren Standort zudem mit dem Teleskopkran und dem Langholztansporter anfahrbar sein musste. Eine Tanne kam laut Willibald nicht in Frage – bei der würden die Äste zu leicht abbrechen, wenn der Baum für den Transport auf die zulässige Breite zusammengebunden wird. Potzler freut sich, dass er den passenden „wunderschönen Baum“ zur Verfügung stellen konnte. Etwas stolz sei er schon, „dass ein Wackersberger Baum am Flughafen steht“, sagt er. Vergangenes Jahr sei der Baum von seinem Nachbarn gekommen.

Die Fichte war 30 Meter hoch. Sie wurde laut Willibald allerdings zerlegt: Der Flughafen bekommt nur die oberen 18 bis 19 Meter – und noch einige Äste, die als Ersatz eingesetzt werden könne, falls doch etwas herausbricht, so Potzler.

Wie Willibald berichtet, tritt der Baum heute um 4.30 Uhr die Reise zum Flughafen an. „Die Genehmigung mussten wir schon vor sieben, acht Wochen einholen“, berichtet er. Der Langholztransporter wird von der Polizei sowie zwei Begleitfahrzeugen eskortiert.

Die Spitze darf auf keinen Fall abbrechen

„Die ganze Sache ist schon nervenaufreibend“, sagt Willibald. Vor allem hofft er, dass die Spitze nicht abbricht. „Ich habe keinen Reservebaum.“ Weil es viel Käferbefall und Windschäden in den Wäldern gebe, sei die Auswahl begrenzt. Doch wenn wieder einmal alles gut gegangen ist, wird Willibald zufrieden auf die Leistung seines Teams schauen. „Den Christbaum für den Flughafen zu liefern – das kann nicht jeder von sich sagen.“  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Privileg, die Heimat zu gestalten“: Bürgermeister von Wackersberg blickt zurück
Für ihn ist es der Schlussstrich unter 30 Jahre in der Kommunalpolitik: Alois Bauer kandidiert nicht mehr als Bürgermeister von Wackersberg. Nun zieht er Bilanz.
„Privileg, die Heimat zu gestalten“: Bürgermeister von Wackersberg blickt zurück
Johannes aus Arzbach
„Schön, dass du endlich da bist“, begrüßte Rosina (zwei Jahre) ihren kleinen Bruder Johannes nach der Geburt. Zur Welt kam der kleine Bub am 29. November im Krankenhaus …
Johannes aus Arzbach
Kein Schnee – und trotzdem viel Arbeit
Bauhof-Mitarbeitern wird auch ohne Räumarbeiten nicht langweilig. Nun widmen Sie sich unter anderem der Baumpflege und Gehölzarbeiten. 
Kein Schnee – und trotzdem viel Arbeit
Polnisches Pärchen auf frischer Tat beim Diesel-Diebstahl ertappt
Auf frischer Tat ertappt wurde ein polnisches Pärchen beim Diesel-Diebstahl - und das war nicht das einzige Vergehen.
Polnisches Pärchen auf frischer Tat beim Diesel-Diebstahl ertappt

Kommentare